Das Familienschlösschen Seeseiten am Starnberger See steuert er am liebsten mit dem Hubschrauber an. Presseanfragen nach den Hintergründen seines mindestens in den vergangenen zehn Jahren sehr erfolgreichen Tuns lehnt er in aller Regel ab.
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Überliefert ist sein Spruch: "Wenn der Staat so weitermacht, wird er uns alle zum Schluss dann doch vernichten." Der Bankier Ferdinand Graf von Galen hat Fincks politischen Standort mal auf eine sehr schlichte Formel gebracht: "Rechts vom Gustl steht bloß noch Dschingis Khan".
Das ist vielleicht auch ein bisschen übertrieben. Der frühere Hoffnungsträger der Münchner FDP beispielsweise, der unglückliche Manfred Brunner, erhielt zwar von Finck in den neunziger Jahren umgerechnet 4,3 Millionen Euro (angeblich für die Parteiarbeit des neugegründeten rechtslastigen Bundes Freier Bürger), aber Brunner ist kein Mongolenherrscher.
Als Edmund Stoiber 2002 Kanzlerkandidat war, ließ Finck der CSU über in der Öffentlichkeit kaum bekannte Firmen, mehr als anderthalb Millionen Euro zukommen; im Landtagswahlkampf 2008 spendete er 820.000 Euro an die CSU.
Das sind, weil sich Großspender seit diversen Parteispendenaffären zurückhalten, schon beträchtliche Summen. Auch soll er vor ein paar Jahren die einstige Apo von rechts, den Bürgerkonvent, mitfinanziert haben.
Unruhe durch den Halbbruder
Dass Finck, einer der reichsten Männer Europas, bei der Millionengabe an die FDP speziell an die Mehrwertsteuerentlastung für Hotels gedacht hat, ist so wahrscheinlich wie die Vorstellung, dass er den Roten oder den Grünen eine Gabe in den Klingelbeutel stecken könnte.
In solchen Details ist er nicht zu Hause. Auch umfasst das Reich des reichen Mannes weit mehr als den Gastronomiekonzern Mövenpick, dessen Umsatz im ersten Halbjahr 2009 kräftig gestiegen ist.
Unruhe macht in diesen Tagen ein Halbbruder, der ganz früher einmal drogenabhängig war, mit umgerechnet lächerlichen 32 Millionen Euro abgefunden wurde und jetzt, wegen seiner Kinder, gegen den Rauskauf juristisch vorgeht.
Vielleicht lässt sich bei der anstehenden juristischen Auseinandersetzung eine alte Familienfrage klären. Was ist schlimmer: Ein Junkie in der Familie oder ein Roter?
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(SZ vom 19. Januar 2010/odg)
Frauen in Saudi-Arabien
und Verlegern sind, die mit den Nazis kooperierten:
Ein großer Teil der Presse gehört solchen Erben:
- Mohn (Bertelsmann)
- von Holzbrinck (TSP, Zeit)
- Burda Verlag
- Springer Verlag
-----------------
Andere /Industrie:
- Opel
- Krupp
- Flick
- Sachs
- Thyssen
- Quant
Das Gespenst des NS lässt Deutschland nicht los, weil so gut wie keine Entnazifizierung statt gefunden hat. Vielleicht ist es darum auch kein Zufall, dass die heutige Situation an 1929 ff. erinnert?
Was die Bayern und damit die CSU anbetrifft, sieht die Historie etwas anders aus. Der Ansatz war, die Gastronomie der Konkurrenz in den Fremdenverkehrsgebieten und damit insbesondere in Österreich und Tschechien mit dem ermäßigten MWSt-Satz gleichzustellen. Das war aber in den Koalitionsverhandlungen offensichlich nicht durchzusetzten. Herausgekommen ist die jetzige Mißgeburt, daß nur der ermäßigte Satz nur für Übernachtungen aber nicht für die Gaststätten gilt.
Die Klientel, die die CSU bedient hat, war also der Hotel- und Gaststättenverband, nicht der Baron Finck.
Ob man die FDP aber für so einen Blödsinn bestechen muß, bezweifle ich genauso wie Leyendecker bezweifelt, daß Finck sich mit solchen Details beschäftigt. Da kommt die FDP von selber drauf.
Zitat: "Dass Finck, einer der reichsten Männer Europas, bei der Millionengabe an die FDP speziell an die Mehrwertsteuerentlastung für Hotels gedacht hat, ist so wahrscheinlich wie die Vorstellung, dass er den Roten oder den Grünen eine Gabe in den Klingelbeutel stecken könnte."
Wieso ist sich Hans Leyendecker diesbezüglich denn so sicher? Und warum verkürzt er die Perspektive darauf, dass Finck "speziell an die Mehrwertsteuerentlastung für Hotels gedacht" habe? Warum schließt er damit ein "auch" aus?
Und warum nicht anders herum: Die Parteibonzen der FDP und CSU wollten sich einen reichen Finanzier gewogen erhalten?
Dies würde jedenfalls den sonst nur mit "Irrsinn" zu diagnostizierenden obskuren "Amoklauf" von Westerwelle und Seehofer erklären, die die Senkung des Umsatzsteuersatzes auf Übernachtungen ohne nachvollziehbare Argumente selbst gegen die Steuerfachleute der eigenen Partei auf Biegen und Brechen - versteckt in einem Paket - durchgedrückt haben.
Und es dürfte doch auch nicht zu abwegig sein, die Annahme zu vertreten, es wirke sich positiv auf die Spenderlaune aus, wenn der spendable Rechte aufgrund der Westerwellschen und Seehoferschen Mehrwertsteuergeschenke insgesamt deutlich mehr einnehmen wird, als ihn die Spenden gekostet haben.
Noch einmal: Wie kann sich Hans Leyendecker so sicher sein, dass in einer derart offensichtlichen Sache selbst die einfachsten Gesetze von Ökonomie, Macht und Politik nicht mehr gelten sollten? Ich jedenfalls verstehe ihn da nicht.
Das ist doch alles sehr, sehr durchsichtig, aber es ist doch überhaupt nicht neu: Die sogenannten "bürgerlichen" Parteien - vorzugsweise die Klientel-beflissenen Unionsparteien und die FDP - wurden schon immer mit den größten Spenden bedacht und lieferten dafür entsprechend klientelfreundliche Gesetze.
Natürlich erhielten auch die Sozis und die Grünen relativ viel bescheidenere Zuwendungen von den gleichen Spendern - aber das waren nur Alibispenden um sagen zu können: "Wir haben ja allen Parteien gespendet"...
Wie auch immer: Die Politik in ihrer Gesamtheit ist käuflich, aber die FDP und die Union genz besonders...
Die Frage nach der Bananenrepublik stellt sich zu Recht: -((((
Mit Speck fängt man Mäuse....
FDP
....oder wollen CSU und FDP etwa behaupten, dass Baron August von Finck das Geld bloß nicht mit in die Gruft nehmen wollte?
Es entzieht sich meiner Kenntnis, welcher Religion der Herr Baron anzugehören beliebt. Aber bei der CXU könnte man vermuten, daß - zur Abwechslung, für die Galerie sozusagen - mal ein christliches, kein jüdisches Vermächtnis ins Auge fallen soll.
Paging