sueddeutsche.de: Die Bundesregierung hat gerade per Gesetz die Einspeisevergütung für Solarstrom gekürzt. Wie passt das zusammen mit Ihrem Anspruch, die erneuerbaren Energien zu fördern?

Lasse Becker will die großen Energiekonzerne zerschlagen - in Deutschland dominieren vor allem EnBW, RWE, Eon und Vattenfall das Geschäft. (© Foto: AP)

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Becker: Solarstrom kann nur dann wettbewerbsfähig werden, wenn wir die Märkte entsprechend aufbauen - am besten mit einer Mengensteuerung, bei der die günstigsten und effizientesten regenerativen Energien genutzt werden. Dazu müssen wir die Oligopole im Strommarkt kartellrechtlich aufbrechen.

sueddeutsche.de: Sie wollen die Energiekonzerne zerschlagen?

Becker: Ja, wir sollten sehr ernsthaft über die Trennung von Netz und Betrieb auch im Strommarkt nachdenken.

sueddeutsche.de: Die Julis galten im bürgerlichen Lager lange als Vorreiter, wenn es um die Legalisierung von Haschisch geht. Jetzt sind Sie mit der FDP in Regierungsverantwortung. Wann ist es denn so weit?

Becker: Das ist und bleibt unsere Beschlusslage. Wir konnten uns damit bisher in der FDP nicht durchsetzen. Aber wir werden mit unserer ganzen Kraft weiter dafür kämpfen.

sueddeutsche.de: Vielleicht sollten Sie Ihren Parteichef mal auf eine Tüte einladen. Der könnte etwas Entspannung doch vertragen.

Becker: Man sollte das Thema nicht ins Lächerliche ziehen. Uns geht es um Eigenverantwortung. Nicht darum, die Menschen zum Drogenkonsum zu animieren. Ich würde auch nicht Zigaretten verteilen, nur weil mir die Nichtraucherschutzgesetze zu weit gehen.

sueddeutsche.de: Auf dem Mannheimer Wahl-Parteitag der FDP 2002 waren die Julis mutiger. Sie haben dort Hanfsamen verteilt.

Becker: Tatsächlich? Da war ich noch nicht auf Bundesebene aktiv.

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(sueddeutsche.de/mati/jja)