Die FDP will nach der Wahl keine Experimente eingehen: Eine Ampel-Koalition, wie sie sich die SPD derzeit wünscht, kommt für die Liberalen nicht in Frage.
FDP-Generalsekretär Dirk Niebel hat eine Beteiligung der Liberalen an einer Ampel-Koalition nach der Bundestagswahl ausgeschlossen. "Wir sehen bei einer Ampel rot", sagte Niebel der Online-Ausgabe der Bild-Zeitung. "Kein Ministerposten ist uns so wichtig, dass wir dafür unsere Glaubwürdigkeit und unsere Prinzipien opfern." Auf ihrem Wahlparteitag am Sonntag wollten die Liberalen mit einem entsprechenden Beschluss ein deutliches Zeichen gegen eine Ampel-Koalition setzen, berichtete die Zeitung.
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Sprach sich klar gegen eine Ampel-Koalition aus: FDP-Generalsekretär Dirk Niebel. (© Foto: AP)
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Niebel hielt den Sozialdemokraten zudem vor, auf die Fortführung der großen Koalition zu setzen. Die SPD gebe sich mit der "Juniorrolle" unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zufrieden, erklärte der FDP-Generalsekretär in Berlin.
Führende SPD-Politiker hatten zuvor das Werben um die FDP für eine Ampel-Koalition verstärkt. Nach Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier sprach sich auch Parteichef Franz Müntefering für ein Dreier-Bündnis mit Grünen und FDP aus. "Ich bin überzeugt, dass die FDP weiß, dass sie in einer Koalition mit uns und den Grünen ein größeres Alleinstellungsmerkmal hätte, als wenn sie mit CDU und CSU unterwegs wäre", sagte Müntefering der Augsburger Allgemeinen. "In Sachen Bildungs-, Außen- und Innenpolitik, Menschenrechte und Datenschutz, kleine und mittlere Unternehmen könnten wir mit der FDP einiges bewegen", fügte der SPD-Chef hinzu.
Steinbrück sieht Ampel als Option
Auch SPD-Spitzenkandidat Steinmeier bekräftigte in der Frankfurter Rundschau seinen Wunsch nach einer Ampel-Koalition. Er wisse zwar, dass FDP-Chef Guido Westerwelle ein schwarz-gelbes Bündnis anstrebe. Westerwelle übersehe aber, dass Union und FDP keine Mehrheit hätten, sagte Steinmeier. Zugleich attackierte der SPD-Spitzenkandidat die Finanzpolitik der Liberalen: Er halte es für falsch, dass die FDP "zu den alten Regeln des entfesselten Raubtier-Kapitalismus und der ungezügelten Finanzmärkte zurückkehren" wolle.
Finanzminister Peer Steinbrück, der zuvor Sympathien für eine Fortsetzung der großen Koalition hatte erkennen lassen, bezeichnete die Ampel ebenfalls als eine Option, bei der es aber auf die FDP ankomme. Zu einem erneuten Bündnis zwischen Union und SPD sagte Steinbrück: "Wir suchen nicht die große Koalition, schließen sie aber auch nicht aus."
"Nicht ausgeschlossen"
Ähnlich äußerte sich SPD-Fraktionschef Peter Struck in der Zeitung Die Welt. "Große Koalitionen sollten immer eine Ausnahme bleiben", erklärte Struck. Gleichwohl sei eine Bestätigung des Regierungsbündnisses aus Union und SPD "nicht ausgeschlossen".
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) lehnte derweil eine Neuauflage der großen Koalition dab. "Nein, vier Jahre große Koalition, das war genug. Das muss die Ausnahme sein", sagte sie N24. Ziel sei eine Regierung mit der FDP. Auch Merkel sprach sich im Hamburger Abendblatt erneut für Schwarz-Gelb aus.
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(sueddeutsche.de/Reuters/AFP/holz/bica)
Festzuhalten bleibt, dass CDU-Größen wie Heiner Geißler, Alt-Bundespräsident Richard von Weiszäcker und nun auch Franz-Josef Laumann vor Schwarz/Gelb warnen!!!!
obwohl Vergleiche hinken....aus der Beziehungskiste kennen wir solche neurotische Verliebtheiten...Frau/Mann verliebt sich in einen gebundenen Partner....von Anfang bis zum Ende nur Chaos....bedauernswerte SPD..indeed...
Niebel, ein Mann von schnellen Worten, sollte nicht voreilig etwas ausschließen, denn sein Boß Westerwelle will doch unter allen Umständen Außenminister werden. Ein gräßlicher Gedanke. Heiner Geisler schätzt Westerwelle real und treffsicher ein. Diesen populistisch-arroganten FDP-Chef kennt er seit Jahren und weiß, was man von ihm erwarten kann.
Die Warnungen vor Schwarz/Gelb, selbst von alten und erfahrenen Politikern der CDU begründet formuliert, sind bei der Kanzlerin schweigend angekommen. Ebenso bei der SPD, die jedoch nach wie vor die Unsinnigkeit von einer möglichen Ampek verbreitet.
Das offizelle Werben von der SPD um die FDP ist ein verlogenes, taktisches Manöber. Was Müntefering zum Dreierbündnis sagt ist schlecht gemachtes Täuschungsmanöver. Es fragt sich immer wieder: Für wie dumm halten diese Politiker die Wählerinnen und Wähler ? Glauben sie wirklich, das Volk besitze ein schlechtes Gedächtnis ?
Für die FDP ist es besser in der Opposition zu bleiben. Dort kann sie weniger politischen Schaden anrichten. Deren "Vorschläge" und "Versprechen" stehen auf tönernden Füßen.
Sofern bis zum 27.September kein gravierendes Ereignis zu vermelden ist, werden die beiden Volksparteien weiterhin die große Suppe auskochen, für die sich schließlich eine Mitverantwortung tragen. Über die Schuldigen der Krise wird bislang kaum gesprochen. Warum eigentlich so zögerlich ?
Festzuhalten bleibt, dass für Heiner Geißler, CDU, "Guido Westerwelle als Krisenmanager ein Übel wäre" und dass Alt-Bundespräsident Richard von Weiszäcker Steuersenkungen, wie sie Union und besonders die F.D.P. im Wahlkampf jetzt versprechen, scharf kritisiert. Die beiden großen alten Männer der CDU warnen damit mehr als deutlich vor Schwarz/Gelb und besonders vor Guido Westerwelle. Dazu kommt noch Franz-Josef Laumann, CDU, der die F.D.P. für populistisch hält.- Brauchen wir Wähler noch mehr Warnungen vor Schwarz/Gelb?
So unterscheidet sich die FDP und ihre wenigen Anhänger vom Rest der Deutschen. Die sehen rot, wenn die FDP auch noch an der Regierung beteiligt würde, wobei es egal ist, ob Ampel oder Jamaika. Am besten, alle gehen zur Wahl und nicht nur 50 % der Wähler, dann bleiben die Neoliberalen unter 5 %, wie es sich gehört. Wenn derzeit Mehrheiten genannt werden, wird ja die tatsächliche Mehrheit an Nichtwählern nicht berücksichtigt.
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