Farc-Rebellen in KolumbienVom Kampf für die Bauern zum Handel mit Drogen

Sie begannen als militärischer Arm der kolumbianischen Kommunisten - doch ihr Kampf scheint kaum noch politisch motiviert. Mit Drogenhandel und Entführungen versetzten die Farc-Rebellen in den vergangenen Jahren viele Kolumbianer in Angst. Nun verhandeln sie erneut mit der Regierung. Für eine Lösung des blutigen Konfliktes fehlt vor allem eines: Vertrauen.

Es ist ein blutiger Konflikt, der schon sehr lange tobt: Seit fast 50 Jahren bekämpfen die linksgerichteten Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) den kolumbianischen Staat. Mehr als 200.000 Menschen sind der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzung zum Opfer gefallen. Was als politische Bewegung begann, entwickelte sich im Laufe der Zeit immer mehr zu einer kriminellen Vereinigung. Seit vergangenem Jahr läuft ein weiterer Anlauf, den Konflikt zu beenden (auch wenn ein Graffito im ländlichen Caloto noch 2012 ein Farc-Engagement für "ein neues Kolumbien" fordert). Es ist bereits der vierte Versuch.

Bild: AFP 18. Oktober 2012, 14:532012-10-18 14:53:30 © Süddeutsche.de/dpa/gal/holz