Rund anderthalb Jahre nach dem Mord an der russischen Journalistin Politkowskaja sind die Ermittlungen abgeschlossen.
Mehr als anderthalb Jahre nach dem Mord an der regierungskritischen Journalistin Anna Politkowskaja hat die russische Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen abgeschlossen und gegen vier Verdächtige Anklage erhoben. Die Vorermittlungen seien beendet, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag mit.
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Demnach wurden drei Männer wegen Mordes an der Journalistin angeklagt. Ein vierter, ein Ex-Beamter des russischen Geheimdienstes FSB, muss sich wegen Machtmissbrauchs und Erpressung verantworten.
Der ebenfalls im Verdacht stehende gebürtige Tschetschene Rustam Machmudow, der Politkowskaja erschossen haben soll, sei indes weiter auf freiem Fuß, hieß es. Wann der Prozess beginnt, blieb zunächst unklar.
Politkowskaja war im Oktober 2006 vor ihrem Haus in Moskau erschossen worden. Die Ermordung der Journalistin hatte international Empörung und Spekulationen ausgelöst, die russischen Behörden könnten in den Fall verwickelt sein. Politkowskaja gehörte zu den wenigen Journalisten in Russland, die etwa über den Feldzug der russischen Truppen in Tschetschenien kritisch berichtet und schwere Menschenrechtsverletzungen angeprangert hatten.
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(AFP/beu)