Alle Appelle waren erfolglos - die Angehörigen warten bisher vergebens auf ein Lebenszeichen der im Irak entführten Susanne Osthoff. Mit einer bundesweiten Unterschriftenaktion wollen sie jetzt der Forderung nach Freilassung der Geisel Nachdruck verleihen. Osthoff-Schwester Anja rief die Deutschen außerdem auf, an Mahnwachen teilzunehmen.

"Demonstrieren Sie Ihre Unterstützung für die Freilassung", sagte sie am Mittwoch in Berlin. Die bundesweite Unterschriftenaktion startet sie gemeinsam mit dem Medikamenten-Hilfswerk action medeor.

Bittet um Unterstützung für ihre Schwester: Anja Osthoff. (© Foto: dpa)

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Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) hält heute vor dem Brandenburger Tor in Berlin eine Mahnwache für Susanne Osthoff ab. Man müsse jetzt ein Zeichen der Solidarität setzen, erklärte der TGD- Vorsitzende Kenan Kolat.

Regierung hat angeblich Kontakt zu Vermittlern

Die Bundesregierung hat nach ZDF-Informationen offenbar erstmals über Mittelsmänner Kontakt zu den Entführern der Deutschen Susanne Osthoff im Irak.

Nach Angaben des ZDF-Terrorismusexperten Elmar Theveßen habe die Regierung viele Personen angesprochen, die als Vermittler in Frage kämen. Unter ihnen seien schiitische und sunnitische Geistliche, aber auch Personen aus dem Kreis des alten Saddam-Regimes gewesen.

"Nun gibt es offenbar tatsächlich Kontakt zu Vermittlern, die wohl Kontakt zu den Entführern von Frau Osthoff haben", betonte Theveßen auf der ZDF-Homepage.

Das Auswärtige Amt wollte diese Angaben am Mittwochmorgen nicht bestätigen, um die Sicherheit der Geisel nicht zu gefährden. Der Krisenstab komme erneut in Berlin zusammen, um eine Lösung in dem Entführungsfall zu suchen, hieß es.

Susanne Osthoff war am 25. November gemeinsam mit ihrem irakischen Fahrer im Irak verschleppt worden.

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(dpa/AFP)