Der Bundesaußenminister hat Berichte über ein US-Angebot zur Freilassung des Guantanamo-Häftlings Murat Kurnaz im Jahre 2002 zurückgewiesen.

Die USA haben 2002 nach Worten von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) kein Angebot zur Freilassung des damaligen Guantánamo-Häftlings Murat Kurnaz gemacht.

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"Ich kenne kein solches Angebot", sagte Steinmeier am Dienstag in Brüssel. Aus Delegationskreisen hieß es, diese Aussage beziehe sich darauf, dass es kein "offizielles Angebot" seitens der US-Regierung an Deutschland gegeben habe.

"Die lange Leidensgeschichte von Herrn Kurnaz in Guantánamo ist erschütternd. Das lässt auch mich nicht kalt", sagte Steinmeier, der damals Kanzleramtschef war. Allerdings könne daraus nicht der Vorwurf abgeleitet werden, dass die Bundesregierung für das Schicksal des in Bremen aufgewachsenen Türken verantwortlich sei.

"Das ist erstens falsch und schlicht auch infam", sagte Steinmeier. Steinmeier äußerte sich am Rande einer Sitzung des Auswärtigen Ausschusses des Europaparlamentes.

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(dpa)