Im Prozess um den Erpresser von BMW-Erbin Susanne Klatten verzichten sowohl der Verteidiger als auch der Staatsanwalt auf Revision: Helg Sgarbi wandert ins Gefängnis.

Der Erpresser der BMW-Erbin Susanne Klatten tritt seine sechsjährige Haftstrafe an. Das Urteil werde am Dienstag rechtskräftig, teilte die Staatsanwaltschaft München mit.

Klatten-Erpresser Helg Sgarbi nimmt das Urteil an - und wird seine sechsjährige Haftstrafe antreten. (© Foto: ddp)

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Weder Anklagebehörde noch Verteidigung hätten Revision eingelegt. "Der Anwalt hat eine Verzichtserklärung abgegeben, die Staatsanwaltschaft wird ebenfalls nicht in Revision gehen", erklärte Oberstaatsanwalt Anton Winkler.

Der Schweizer Helg Sgarbi war vor einer Woche vom Landgericht München wegen gewerbsmäßigen Betrugs und versuchter gewerbsmäßiger Erpressung zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte Klatten und weitere Frauen verführt und dann mit einer erlogenen Geschichte von einem Unfall mit einem schwer verletzten Kind zur Zahlung von insgesamt etwa 9,3 Millionen Euro gebracht.

Allein Klatten gab ihm sieben Millionen Euro. Schließlich versuchte Sgarbi, Klatten und eine weitere Frau mit heimlich gedrehten Videos intimer Begegnungen um weitere Millionen zu erpressen. Die Quandt-Erbin und BMW-Großaktionärin zeigte ihn daraufhin an.

Ein mutmaßlicher italienischer Komplize Sgarbis muss sich am 24. März in Pescara wegen Gründung einer kriminellen Vereinigung vor Gericht verantworten. Mitangeklagt sind die Frau des Mittsechzigers, seine zwei Kinder und auch Sgarbis Ehefrau.

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(dpa/gal)