Die Hamburger Polizei hat die umstrittene Taiba-Moschee im Stadtteil St. Georg geschlossen. Auch der dazugehörige Kulturverein wurde verboten. Laut Innenbehörde galt die Moschee als Treffpunkt radikaler Islamisten.

Die Hamburger Sicherheitsbehörden haben am frühen Montagmorgen die Taiba-Moschee im Stadtteil St. Georg geschlossen. Der dahinterstehende Verein "Taiba, Arabisch-Deutscher Kulturverein e.V." sei verboten worden, sagte ein Sprecher der Innenbehörde. 20 Polizisten und einige Zivilfahnder waren am frühen Morgen vor dem Gebäude in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofs aufgezogen.

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Geschlossen: Die Taiba-Moschee im Hamburger Stadtteil St. Georg. (© picture alliance / dpa)

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Die Taiba-Moschee war unter ihrem früheren Namen Al-Quds-Moschee als Treffpunkt mehrerer Attentäter des 11. September 2001 weltweit bekanntgeworden. Bis heute treffen sich dort nach den Erkenntnissen der Behörden radikale Islamisten. Wie die Hamburger Innenbehörden dem NDR bestätigten, hat der Verfassungsschutz Erkenntnisse, dass in der Moschee weiterhin junge Leute für den Heiligen Krieg ausgebildet werden.

"Hauptanziehungspunkt der Szene"

Laut Jahresbericht der Hamburger Verfassungsschützer sei die 1993 eröffnete Moschee auch weiterhin "Hauptanziehungspunkt für die dschihadistische Szene", die in Hamburg aus über 40 Personen bestehen soll. In der Moschee formierte sich dem Bericht zufolge auch eine elfköpfige Gruppe, die Anfang 2009 zum bewaffneten Kampf an den Hindukusch zog, wie die Zeitung Die Welt berichtet.

Nach einem Bericht des Magazins Focus wollte der Hamburger Staatsschutz schon am vergangenen Montag die Moschee durchsuchen. Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus, der am 25. August  zum neuen Bürgermeister gewählt werden soll, habe die Razzia jedoch gestoppt. Ahlhaus wollte vor der Wahl nicht als rechter Hardliner dastehen, hieß es weiter.

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(sueddeutsche.de/dpa/ebc)