Etwa 17.000 ehemalige Stasi-Mitarbeiter arbeiten heute im öffentlichen Dienst. Haben "wir" zu viele "von denen" übernommen? Diese Pauschalisierung ist falsch und gefährlich.
Zwanzig Jahre nach dem Ende der DDR ist festzustellen, dass der Osten über den Westen erheblich mehr gelernt hat als der Westen über den Osten: Viele Westdeutsche reden zwanzig Jahre nach 1989 immer noch so, als sei fast die eine Hälfte der Ostdeutschen hauptamtlich bei der Stasi gewesen und die andere Hälfe nebenamtlich.
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Die Akten vergessen nichts. (© Foto: Getty Images)
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Jede Meldung über ehemalige Stasi-Mitarbeiter im öffentlichen Dienst (auch wenn sie lediglich längst bekannte Zahlen als neu ausgibt), führt dazu, dass alte Vorurteile neu befeuert werden. Diese Vorurteile lauten zusammengefasst so: "Wir" haben viel zu viele "von denen" übernommen.
Kommissionen haben Fehler gemacht
Solche Pauschalierungen sind selbstgerecht, falsch und gefährlich. Natürlich haben die Kommissionen, die auf der Basis der Stasi-Akten über die berufliche Existenz von Zehntausenden ehemaligen DDR-Bürgern entschieden haben, auch Fehler gemacht. Sie haben sich aber redlich bemüht, freilich letztendlich nach Gusto, Zeitgeist, wechselnden politischen Vorgaben und oft aufgrund ungenügender Aktenbasis entschieden.
Bei der Bewertung des Kürzels IM, also bei der Einschätzung der nebenberuflichen Mitarbeiter der Stasi, sind auch Fehler gemacht worden, manchmal sogar grobe Ungerechtigkeiten passiert. Daher arbeiten heute in den Staatsbehörden auch Leute, die dort eigentlich nicht arbeiten dürften; andererseits wurden Leute auf die Straße gesetzt, die das nicht verdient hatten.
Das ist bedauerlich, aber nicht mehr zu ändern. Auch die Bitterkeit ehemaliger Bürgerrechtler ist verständlich, wenn sie konstatieren, dass sie noch immer an der Stasi leiden, weil die ihnen Ausbildung und Karriere versaut hat - andererseits aber Stasi-Leute ordentliche Jobs bekommen haben.
Beamtet ist beamtet
Es ist viel Zeit vergangen seit 1989; und der Beamtenstatus kann einem ehemaligen Stasi-Mitarbeiter, so er ihn ergattert hat, nur dann entzogen werden, wenn sich etwas ganz Furchtbares herausstellt. Es gilt nach so langer Zeit nicht mehr irgendein Sonderrecht, sondern das Beamtenrecht und das Recht des öffentlichen Dienstes. Und es gibt, zumindest juristisch und partiell, die Gnade des Vergessens. Natürlich vergessen die Akten nichts. Aber die Zeit der Akten als Grundlage für Einstellungen im öffentlichen Dienst ist vorbei. Nur noch ganz ausnahmsweise sind sie in diesem Kontext zu Beurteilungen heranzuziehen - bei der Besetzung von Spitzenpositionen vor allem.
Die Stasi-Akten sind heute vor allem Grundlage für wissenschaftliche Forschung, politische Bildung und journalistische Recherche. Wer sich zu diesem Zweck mit den Stasi-Akten beschäftigt, der weiß: Sie sind weder die geheime Offenbarung noch ein bloßes Lügengespinst. Sie zeigen einen dreckigen Ausschnitt der DDR-Wirklichkeit, sie enthalten die Spuren eines totalitären Systems. Diesen Spuren muss auch weiterhin nachgegangen werden - mit Gespür, nicht mit Eiferei und nicht zur Bestätigung alter Vorurteile.
(SZ vom 10.7.2009/vw)
es geht weniger um den Schließer als den "Verhörer". Es sind viele Berichte über Folter glaubwürdig. Wenn sie da mal Zeit haben, suchen Sie bei beliebigen Menschenrechtlern. Daneben ja die vielen kleinen "Verstöße" gegen die Menschenrechte, z.B. Abitur oder Studienplätze nach politischer "Zuverlässigkeit".
Sie können vertrauen, wem Sie wollen. Wählen Sie die Linkspartei, da finden Sie wahrscheinlich einige Mitkämpfer gegen "Hexenjagden". Und die Ehemaligen des Regiment Felix Dscherschinski schicken "Vergangenheitsbewältiger" am liebsten zum Psychiater. Aber diese Website ist mittlerweile Paßwortgeschützt. Nur für alte Kameraden.
Jede hat schon in seinem Leben Fehler gemacht einer mehr einer weniger einige haben aus diesen Fehler gelernt und einige nicht.
Durch die Vereinigung war Deutschland euphorisch und auch geblendet und überwältigt da war es vorprogrammiert einen Fehler nach dem anderen zu machen.
Die hauptschuldigen waren die Politiker die sich die Vereinigung auf ihre Fahne schreiben wollten irgendwie den Parteigegner schaden, koste es was wolle.
Dieser Diktatorische Staat DDR war immerhin 40 Jahre der Klassenfeind der Bundesrepublik in den Kindergärten und Schulen wurde es den Kindern regelrecht in die Wiege gelegt das das Kapitalistische Ausland BRD bekämpft werden müsste.
Auf einmal hieß es Freude Hefe Eierkuchen wir sind jetzt vereint die Vergangenheit kehren wir unter den Tisch klingt absurd dumm und naiv aber leider sind unsere Politiker von gestern und haben es oder wollten es nicht begreifen.
Leider konnten sich die alten Seilschaften formieren und haben sich in sensiblen Behörden eingenistet sie wechselten so gar die Länder um nicht erkannt zu werden sind eben die besten Stasiagenten der Welt.
Sensible Bereiche sind zum Beispiel der Bundestag Bundesrat Justiz Finanzamt Telekommunikation Medien Gesundheitswesen Arbeitsämter Stadtverwaltungen BKA/ BND Gemeinnützige Organisationen und so weiter und so fort.
Schreckliche Vorstellung man hat bei irgendeine Behörde eine Unheimliche Begegnung der gemeinen Art eines IMs wenn man Schnüffeln und Menschen Knechten gelernt hat wird er das auch weiter tun.
Im Osten und im Westen haben diese nicht enttarnten Leute ein Ziel ruinieren.
Wie sagte einst die Kanzlerin ich will meinem Volk Dienen, ja macht sie im wahrsten Sinne des Wortes die Bundesrepublik sieht nach 20 Jahren schon so aus wie die ehemalige DDR alle Steuereinnamen wurden ja in den Osten gekarrt.
Die Stasiakten von Politikern müssen erst einmal auf den Tisch Immunität hin Immunität her es kann doch nicht sein das sich die alte SED im Bundestag breit macht und nach kommunistischer Art Regiert abstruse Vorstellung.
Diese Stasi zeigt nicht einmal Reue oder geht mit den Opfern einen Dialog ein.
" Kostolanix: immer bei den Fakten bleiben
@Weinheber: Wer die DDR...
man sollte die Dinge immer auf den Ursprung zurückführen !
Der Ursprung ist die von braun auf rot umlackierte, menschenverachtende Diktatur...
... DIE S T A S I K P S E D, die sich jetzt Linke nennt !
Alles andere, was hier so angebracht wird lenkt soll wohl davon ablenken!? "
Oh Mann, die meisten sind in der CDU.
Passt es nicht in eurer Weltbild, dass ihr das immer unterschlagt.
@Weinheber: Wer die DDR...
man sollte die Dinge immer auf den Ursprung zurückführen !
Der Ursprung ist die von braun auf rot umlackierte, menschenverachtende Diktatur...
... DIE S T A S I K P S E D, die sich jetzt Linke nennt !
Alles andere, was hier so angebracht wird lenkt soll wohl davon ablenken!?
" limeswaechter01: Diego666
Wer wird die Befugnisse definieren, im demokratischen und rechtlichen Kontext versteht sich? Dann steht der GD wahrscheinlich vor deiner Tür und fragt dich, ob er mit reindarf, weil er keinen Durchsuchungsbefehl auftreiben konnte. ;-) "
Muss man dir das wirklich erklären, wer sowas festlegt?
Paging