Von der Europawahl, die heute in Großbritannien und den Niederlanden beginnt, hängt ab, ob die EU sich weiter demokratisiert.
Zum siebten Mal werden die Europäer jetzt zur Wahl zum Europäischen Parlament gebeten. Und wenn kein Wunder geschieht, dann setzt sich der Trend zum Nichtwählen fort, der schon bei den vorhergehenden Urnengängen zu beobachten war.
Zeigt die Europawahl, dass die EU den Europäer doch mehr wert ist, als Umfragen suggerieren und EU-Skeptiker uns einreden wollen? (© Foto: dpa)
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Lässt man einmal die auf dem ganzen Kontinent Platz greifende diffuse Politikverdrossenheit außer Acht, dann ist das eine paradoxe Entwicklung. Denn das Vorurteil, dass der europäische Mensch keinerlei Einfluss habe auf das, was die da in Brüssel tun, weil das Parlament eine machtlose Schwatzbude sei, geht weit an der Wirklichkeit vorbei.
Das Europäische Parlament hat sich seit der ersten Wahl im Jahre 1979, als es in der Tat von den europäischen Regierungen vorsätzlich als ein schwaches und machtloses ins Leben gerufen wurde, zu einem selbstbewussten und machtvollen Organ entwickelt. Rund zwei Drittel der Gesetzgebungsvorhaben der EU unterliegen schon heute der "Mitentscheidung" der Abgeordneten aus den 27 Ländern. Weder der Präsident der EU-Kommission noch die Kommissare können gegen den Willen des Parlaments installiert werden.
1999 stürzten die Abgeordneten sogar eine Kommission. Und wenn der Vertrag von Lissabon, diese abgespeckte Fassung des 2005 gescheiterten europäischen Verfassungsvertrages, möglicherweise Ende des Jahres in Kraft tritt, dann bekommt das Europäische Parlament noch mehr gesetzgeberische Macht. Die Ära der absoluten Dominanz des Rates, also des Organs der Mitgliedsländer, neigt sich ihrem Ende zu. Unter den Organen der EU wird diese Versammlung der nationalen Regierungen zwar auf lange Zeit das mächtigste bleiben. Doch wenn der Rat seine Ziele erreichen will, dann muss er sich immer öfter mit dem Parlament verständigen.
Vom Feigenblatt zum Mitgestalter
Den Abgeordneten wächst aber nicht nur vertraglich weitere Macht zu. Sie sind auch Nutznießer der Globalisierung. In dem Maße, in dem die Herausforderungen des Klimawandels, der Energieverknappung, der militärischen Sicherheit oder der Wirtschafts- und Finanzkrise den Rahmen der nationalen Kräfte sprengen, sind europäische Antworten gefragt. Und die werden nicht nur, aber auch im Europäischen Parlament diskutiert und gefunden.
Vom demokratischen Feigenblatt, als das die Mitgliedsländer es vor dreißig Jahren installiert haben, hat sich das Parlament in einen veritablen Mitgestalter der europäischen Politik verwandelt. Die politische Zusammensetzung dieses Parlaments entscheidet also durchaus darüber, ob zum Beispiel die Klimapolitik nachdrücklich oder mit zu großer Rücksicht etwa auf die Auto- und Energieindustrie betrieben wird. Oder welche Richtung die schwierige Debatte nimmt, was eigentlich das Soziale an diesem Europa des gemeinsamen Marktes und der gemeinsamen Währung sein soll.
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Abgesehen von den Wahlen, es wäre doch interessant zu erfahren, was die BRD mit der Anerkennung als Souverän in der UNO vor hat und warum die EU nicht sonderlich gegen einen Staat vorgeht, der nicht vom Völk gewählt ist!
In der Rechtssprechung kann sich ja alles exterritorial gründen, solange er das entsprechende Mittel, Geld hat.
Aber warum Polizei und Richter nicht den Mangel am Betrug des Volkes sehen, ist eine Tatsache, weil sie von dem das Brot kriegen! Es scheint ja ziehmlich hoch zu sein, weil es so wenige gibt, die noch an das Recht glauben!
Die EU und Sie sind gefragt, liebe Leser, Ihren Kandidaten zu wählen, der kümmert sich, wie geahbt, um seine klientel! Statt um den Wähler und dessen Probleme!
...mein letzter Beitrag ist wohl im falschen Artikel gelandet!
Mein Fehler.
...weiss nur zu gut das seinem Land sowohl das Geld, als auch das Öl ausgeht. Daher diese gezielte Unterwerfungsgeste, ganz so wie es der Koran von uns Dhimmis verlangt.
Diese Unterwerfungsgeste wird nichts an der Tatsache ändern, das er als Konvertit gemäß Schariah dem Tode geweiht ist, entsprechende Fatwas sind bereits ausgesprochen worden
Als ich das Grundgesetz las, war ich einverstanden und bin in die Heimat gekommen, aus der SBZ! Den Vertriebenenausweis habe ich auch noch "A". Aber was nach 1990/1991 passierte war gegen das Grundgesetz und die BRD macht sich strafbar in einem fort! Beispiel dieser Tage ist eine Petiotion, die eingereicht wurde, damit die BRD auf die Reichssteuer verzichtet und endlich alles, was das Reich betrifft löscht!
Aber auch bei den Wahlen am Sonntag, ist doch garnicht die Stimme von mir gefragt, auch von Ihnen nicht, weil die BRD durch das Europarecht umsetzende BRD allles macht, was die EU will! Also warum wählen gehen?
Zudem fragt sich doch jeder, wieso eine BRD die Deutschen mit Bürgschaften belegen kann, wenn doch dazu eine Notarielle Beglaubigung erfolgen muß, bei solchen Summen!
Sie sehen also, die Abgeordneten scheren sich einen Teufel um Sie und denken nur an sich und heute!
Eine Staatsgarantie kann es schon garnicht geben, weil das einfachste, eine Volksbefragung gar nicht für die Deutschen in Europa vorgesehen sind, wetten?
Selten so gelacht.
"Rund zwei Drittel der Gesetzgebungsvorhaben der EU unterliegen schon heute der "Mitentscheidung" der Abgeordneten aus den 27 Ländern."
Was wuerde M Winter sagen wenn eine Bundesregierung in der BRD das GG dahingehend aenderte dass 2/3 der Gesetzgebungsvorhaben der BRD der "Mitentscheidung" der Abgeordneten unterlaegen? Wuerde er das noch als eine parlamentarische Demokratie bezeichnen?
Was ist mit dem restlichen Drittel? Das wird offenbar von einer Komission aus ungewaehlte und niemand veratbwortlichen Kommissaren bestimmt. Und "Mitentscheidung"? In einer Demokratie entscheidet das Parlament ueber ein Gesetzesvorhaben und sonst niemand. Aber in der EU hat das Parlament einen "Mitentscheid", was heistt dass es alleine ein Gesetz nicht annehmen oder ablehnen kann.
"Den Abgeordneten wächst aber nicht nur vertraglich weitere Macht zu. Sie sind auch Nutznießer der Globalisierung."
Vor allem sind die Nutzniesser eines Wanderzirkus Strassburg-Bruessel, der sie mit hohen Diaeten und Abfindungen aber wenig Kompetenzen und Verantwortlichkeiiten ausstattet.
Lissabon wird das alles aendern sagt M Winter. Gebt der EU und ihrer Kommission mehr Macht und sie wird sie mit dem Parlament teilen. Anders ausgedrueckt: It has to get worse before it gets better. Wenn ueberhaupt. Die Geschichte der EU zeigt dass sie kontinuierlich mehr Macht an sich gerissen hat ohne sie wieder herzugeben. Und das soll sich auf einmal aendern?
Paging