Europäische Union So will die CSU Europa reformieren

Bei Europawahlen müssen selbst in Staaten mit Mehrheitswahlrecht die Zahl der Abgeordneten nach dem Verhältniswahlrecht bestimmt werden.

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Die CSU beklagt eine "zunehmende Entfremdung" der Bundesbürger von der EU. Für ein besseres Verständnis soll Deutsch auch in der Praxis mit Englisch und Französisch gleichgestellt werden. Auf ihrer Klausur in Kreuth will die Landesgruppe zudem Direktkandidaten für die Europawahl fordern. Die wichtigsten Punkte aus dem Grundsatzpapier zur Europapolitik.

Von Robert Roßmann, Berlin

Das politische Jahr in Deutschland beginnt traditionell mit zwei Veranstaltungen: Dem Dreikönigstreffen der Liberalen in Stuttgart und der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe in Wildbad Kreuth. Die Christsozialen wollen sich diesmal vor allem mit der Energiewende und der Europapolitik beschäftigen. Dazu haben sie unter anderem den irischen Premier Enda Kenny in das oberbayerische Hochtal geladen.

Die 44 CSU-Bundestagsabgeordneten wollen darüber beraten, wie die EU wettbewerbsfähiger, effizienter und bürgernaher werden kann. Die Beschlussvorlage zur Europapolitik liegt der Süddeutschen Zeitung vor - Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt geht wegen der Vorgespräche davon aus, dass sie von den Abgeordneten gebilligt wird. Neben dem Sparprogramm für die Europäische Union verlangen die Christsozialen darin auch eine demokratischere EU.