Zum Auftakt einer internationalen Geberkonferenz hat die EU dem Kosovo 500 Millionen Euro zugesagt. Damit zeigt die EU-Kommission Vertrauen in die kosovarische Regierung.

Die EU stellt insgesamt 500 Millionen Euro für das Kosovo bereit. Das teilte EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn zum Auftakt einer internationalen Geberkonferenz für die ehemalige serbische Provinz in Brüssel mit.

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Kosovos Ministerpräsident Hashim Thaci bekommt von der Europäischen Kommission eine halbe Milliarde Euro Finanzhilfe (© Foto: AFP)

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"Ich bin stolz, dass die EU durch Hilfszusagen von 500 Millionen Euro deutlich macht, dass das Kosovo eine zutiefst europäische Angelegenheit ist", sagte Rehn. Er hoffe, dass auf der Konferenz insgesamt eine Milliarde Euro zusammenkämen, fügte der Erweiterungskommissar hinzu. Die USA hatten am Donnerstag bereits 400 Millionen Dollar - umgerechnet 255 Millionen Euro - zugesagt.

Deutschland ist nach Angaben der Bundesregierung mit 100 Millionen Euro der zweitgrößte Geber. Zweifel an der Fähigkeit der kosovarischen Regierung, das Geld an die richtigen Stellen zu lenken, wiesen Rehn und der kosovarische Ministerpräsident Hashim Thaci zurück. "Ich bin sicher, die kosovarische Regierung weiß, dass sie ihre Versprechen wahr machen und sicherstellen muss, dass jeder einzelne Euro sinnvoll eingesetzt wird", sagte Rehn.

Das Geld müsse "zugunsten aller Menschen im Kosovo einschließlich der serbischen Minderheit eingesetzt" werden, betonte der Erweiterungskommissar. Thaci versicherte: "Diese Geberkonferenz wird ein Schritt hin zu einem besseren Leben für alle Bürger des Kosovos sein." Auf die Frage, wie seine Regierung die Verteilung der Mittel in den teilweise noch immer von Belgrad kontrollierten Wohngebieten der serbischen Minderheit sicherstellen wolle, sagte der albanischstämmige Ministerpräsident: "Wir werden keine Unterscheidung entlang ethnischer Trennlinien machen."

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(AP/ssc/bica)