Die institutionalisierte Zusammenarbeit zwischen Europa und den USA in Wirtschaftsfragen trägt erste Früchte - doch sie könnte noch besser werden.
Diese Woche wird US-Präsident George W. Bush zum Abschiedsbesuch in Berlin und bei der EU erwartet. Ein Thema ist die transatlantische Partnerschaft und speziell der Wirtschaftsaustausch. Im April 2007 hatten EU und USA einen Transatlantischen Wirtschaftsrat eingesetzt.
Gipfeltreffen mit Auswirkungen auf die Wirtschaft: EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso (l.), Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident George W. Bush im Frühjahr 2007 im Garten des Weißen Hauses. (© Foto: AFP)
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Der enge und intensive Wirtschaftsaustausch zwischen Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika hat sich seit jeher als tragender Pfeiler der transatlantischen Partnerschaft bewährt.
Schon im 19. Jahrhundert trugen deutsche Finanzmittel entscheidend zum Aufbau der amerikanischen Eisenbahn bei. In der Nachkriegszeit war es die großzügige Hilfe im Rahmen des Marshall-Plans, die Europas Wiederaufbau ermöglichte.
Heute erwirtschaften beide Partner zusammen 60 Prozent des weltweiten Sozialprodukts, gemeinsam bestreiten wir 40 Prozent des Welthandels. Die transatlantischen Direktinvestitionen belaufen sich auf mehr als 1,5 Billionen Euro.
Wenn wir nach der eigentlichen Ursache unseres wirtschaftlichen Erfolgs fragen, dann liegt die Antwort klar auf der Hand: Es ist unser gemeinsames Wertefundament.
Sackgasse Abschottung
Eine stabile demokratisch-rechtsstaatliche Grundordnung, das Prinzip des Wettbewerbs, freies Unternehmertum, die Verantwortung gegenüber Schutzbedürftigen - an diesen Wurzeln sollten wir festhalten. Aus ihnen nährt sich auch im Zeitalter fortschreitender Globalisierung unser Wohlstand.
Wir sehen uns zunehmender Konkurrenz neuer aufstrebender Volkswirtschaften wie etwa China, Indien und Brasilien gegenüber. Deshalb in die Sackgasse der Abschottung zu flüchten, wäre der falsche Weg. Denn Abschottung würde sich letztlich auch gegen uns selbst richten.
Vielmehr müssen sich die Vereinigten Staaten von Amerika und Europa auf ihre eigenen Kräfte besinnen. Dazu gehören vor allem konsequente wirtschaftliche Reformen und beherzte Innovationen.
Wir sind auch gut beraten, uns bei Handel und Investitionen nicht gegenseitig im Weg zu stehen. Es geht dabei weniger um ohnehin relativ geringe Zölle als vielmehr um beträchtliche nichttarifäre Handels- und Investitionshemmnisse.
Diese resultieren aus unterschiedlichen Normen und Vorschriften in Europa und den USA. Bei der Automobilproduktion fällt dies besonders ins Gewicht: Eine Vereinheitlichung von Sicherheitsvorschriften könnte die Produktionskosten eines Autos um bis zu sieben Prozent senken.
Öffnung als Ziel
Die Bestandsaufnahme insgesamt zeigt, dass wir noch längst nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen. So bedeutet die kontraproduktive Vielfalt an Regeln zu einem großen Teil eine unnötige Belastung transatlantisch engagierter Unternehmen - mit entsprechenden Konsequenzen für Arbeitsplätze und über erhöhte Produktpreise auch für die Kunden.
Der OECD zufolge könnten Europa und die USA durch Abbau von Handels- und Investitionshemmnissen bis zu drei Prozent Wachstum gewinnen. Diese Möglichkeit ungenutzt zu lassen, wäre geradezu fahrlässig.
Deswegen habe ich als EU-Ratspräsidentin im Frühjahr 2007 mit Kommissionspräsident Barroso und Präsident Bush vereinbart, auf eine stärkere Öffnung unserer Wirtschaftsräume hinzuwirken. Im Zentrum unserer Zusammenarbeit sollen eine Harmonisierung und gegenseitige Anerkennung von Normen sowie ein Abbau verzichtbarer Regelungen sein.
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Zum 30. Todestag von Romy Schneider
@dagobert
sehr gut.......
Zitat:Dagobert1:
Liebe Fr. Merkel. Diesen Artikel haben sie doch aus dem Standartwerk der Neoliberalen "Der kleine Globalisierer" abgeschrieben.
Der Großteil hat, im Gegensatz zu ihnen, schon länger erkannt, dass eine Volkswirtschaft
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Guter Beitrag,
Hoffentlich erkennen das noch mehr, bevor wir alle verschlungen sind.
Und Frau Merkel: merken sie sich , wer langsam denkt, kommt auch ans Ziel.
Aber leider oft zu spät. Der neokapitalistische Raubtierzug hat bereits alles
verschlungen.
Sie bekommen, was er wieder abstößt , das sind die Überreste.
Leider stinken dieselben.
Liebe Fr. Merkel. Diesen Artikel haben sie doch aus dem Standartwerk der Neoliberalen "Der kleine Globalisierer" abgeschrieben.
Der Großteil hat, im Gegensatz zu ihnen, schon länger erkannt, dass eine Volkswirtschaft Kontrolle benötigt. Kein Markt reguliert sich selbst, auch wenn es immer wieder gebetsmühlenartig herunter gebetet wird. Beispiele gibt es dafür ja zu hauf.
Das gilt in noch größerem Ausmaß für den neoliberalen Globalisierungswahn, da dieser Markt gegenwärtig überhaupt keiner Kontrolle unterliegt und es auch unter dieses Bedingungen ein Ding der Unmöglichkeit ist, hier Kontrolle herzustellen
Schaffen sie die Rahmenbedingungen für einen gesunden Welthandel, der unsere Volkswirtschaft vor den Auswirkungen des Raubtierkapitalismus schützt.
die Ziele, die unsere Kanzlerin in der Außenpolitik anstrebt, können für unser Land nur förderlich sein.
Gerade ein internationales Patentrecht würde (süddeutsche) Unternehmen helfen ihr Recht gegen Nacharmer durchzusetzen. Derzeit müssen um ein Patent zu sichern zig Verfahren durchgeführt werden. (Bspw. eines in den USA, eins für Deutschland, eines in der Schweiz und eines für Europa und damit ist ein weltweiter Schutz noch nicht abgedeckt und in jedem Gebiet gilt anderes Recht)
Gerade in diesem Segment der Wirtschaft findet Wertschöpfung statt!
Weiter kommt gerade die Vereinfachung der Außenhandelsbestimmungen unserer Wirtschaft als Exporteur zu gute. Ich weiß wirklich nicht, was daran schlecht sein soll.
Denjenigen, die die USA verteufeln, sei gesagt, dass wir kein Stück besser sind als die Amerikaner, denn an dem Spruch "deutsche Waffen deutsches Geld usw." ist mit Sicherheit was dran.
Ich kann auch nicht alles Gut heißen, was die USA so macht, allerdings bin ich ihnen dafür dankbar, dass sie in der Globalen Welt Sicherheit herstellen und uns vor Anarchie, Krieg (Ironie Anfang: Kommunismus Ironie Ende) bewahren.
Schöne Worte und pathologischer Berufsoptimismus.
Die Amerikaner machen ihre Regeln selbst und halten sich dann nicht einmal daran.
Europa baut auf Institutionen und eine ehrliche Regulierungskultur. Davon wollen die USA nichts wissen. Sie vertrauen auf den erzieherischen Effekt der exorbitanten richterlichen Strafen.
Autos sind ein gutes Beispiel: Als ein Dutzend amerikanischer Hausfrauen zu dusselig waren, ihren Audi 5000 richtig zu bedienen und ihn durch die Garagenwand gejagt haben, war natürlich Audi schuld und musste blechen. Heute bekommt man als europäische Firma eher in China Recht als in den USA. Das sagt doch alles.
Und warum sollen wir eigentlich mit Verlierern zusammen arbeiten: Das "amerikanische Jahrhundert" ist fast schon vorbei.
fr. merkel, ich fürchte sie werden es einfach nicht mehr verstehen.
eine mehrheit der bundesbürger will keine geschaefte mit den kriegsverbrechern aus amerika machen!
sogar amerika selbst hat mittlerweile notgedrungen eingeraeumt bezgl. der massenvernichtungswaffen gelogen zu haben.
und sie machen unverholen weiter geschaefte mit den einen kriegsverbrechern und boykottieren andererseits einen bisher unschuldigen iran (bis auf einen unglücklichen ausspruch, der vielleicht noch falsch übersetzt wurde)
Paging