Italy's Northern League member Maroni kisses former leader Bossi during the Northern League party rally in Bergamo

Ihrem Selbstverständnis nach steht die italienische Lega Nord der EU nicht feindlich gegenüber. "Wir sind eine eurokritische, keine euroskeptische Partei", sagt Roberto Maroni (links). Er steht seit dem Rückzug von Lega-Gründer Umberto Bossi (rechts) 2012 an der Spitze der Partei.  Maroni hält die EU allerdings in der jetzigen Form für gescheitert - was sich daran zeige, dass sie als "drittstärkste Weltmacht" nicht in der Lage sei, das Problem Griechenland zu lösen. Der Parteichef plädiert deshalb für ein Referendum, in dem die Italiener über den Verbleib im Euro-Raum abstimmen sollten.

Seine Partei strebe ein "Europa der Völker und der Regionen" an, sagt Maroni. Was das heißt? Wohl vor allem, dass die im reichen Norden Italiens verankerte Lega hofft, ihre Autonomiebestrebungen, ihre Abgrenzungsziele zum ärmeren Süden und zur italienischen Zentralregierung auf dem Umweg über Europa zu erreichen. "Je weiter entfernt von Rom, desto näher an Europa", lautet schon länger einer der programmatischen Sätze der rechtspopulistischen Partei.

Bild: REUTERS

25. Januar 2013, 14:36 2013-01-25 14:36:25

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