Beim lettischen Volksentscheid über die EU-Mitgliedschaft haben Spitzenpolitiker des baltischen Staates Zuversicht demonstriert. Bis 21 Uhr sind die Wahllokale geöffnet.
In Umfragen lagen die Befürworter mit 55 bis 65 Prozent relativ deutlich vorne, allgemein wurde mit einer Zustimmung gerechnet.
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"Weil ich den Bürgern vertraue, bin ich hundertprozentig sicher über den positiven Ausgang", sagte Staatspräsidentin Vaira Vike-Freiberga bei der Stimmabgabe in Riga. Sie erwarte 62 Prozent Zustimmung zur EU-Mitgliedschaft.
"Die EU ist die einzig richtige Wahl", sagte Ministerpräsident Einars Repse. Beide hatten ihre Landsleute am Freitagabend bei einer Abschlusskundgebung auf dem Rigaer Domplatz noch einmal aufgerufen, "über die Zukunft Lettlands zu entscheiden".
Den Umfragen zufolge sind die EU-Befürworter mit gut 50 Prozent in der Mehrheit. Zuletzt sahen die Demoskopen die Beitrittsgegner bei 30 Prozent. Etwa 20 Prozent der befragten Wähler gaben an, noch unentschieden zu sein.
Bis 16 Uhr hatte jeder zweite Lette abgestimmt
Die für einen gültigen Ausgang des Referendums erforderlichen Mindestbeteiligung von rund 35 Prozent wurde bereits am Samstagnachmittag erreicht. Bis 16.00 Uhr Ortszeit gaben 54,2 Prozent der gut 1,4 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab, teilte die Wahlkommission mit.
Nach Schließung der Wahllokale um 22.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MSEZ) sollten erste Ergebnisse noch am späten Abend vorliegen.
Die ehemalige Sowjetrepublik Lettland hatte 1991 ihre Unabhängigkeit wiedererlangt und soll gemeinsam mit neun anderen Staaten der Europäischen Union zum 1. Mai 2004 beitreten. Estland, Polen, Litauen, Tschechien, Zypern, Malta, Ungarn, Slowenien und die Slowakei haben der EU-Mitgliedschaft bereits zugestimmt.
(sueddeutsche.de/dpa)
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