Die EU-Kommission will die Beitrittsverhandlungen mit Kroatien noch 2009 abschließen. Der Türkei attestiert die EU weiterhin Defizite.
Die EU-Kommission will die Vorbereitungen für eine Aufnahme Kroatiens in die Europäische Union im kommenden Jahr abschließen. "Es wird erwartet, dass Kroatien bis Ende 2009 die Endphase der Beitrittsverhandlungen erreicht", erklärte die Brüsseler Behörde im Jahresbericht zur Erweiterung.
Erweiterungskommissar Olli Rehn appelliert an Deutschland, die EU-Erweiterung zu unterstützen. (© Foto: dpa)
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Bedingung sei allerdings, dass der Balkanstaat das bisherige Reformtempo beibehalte: "Das ist eine Ermutigung, aber kein Blankoscheck", sagte Erweiterungskommissar Olli Rehn. Er ermahnte die Regierung in Zagreb, der organisierten Kriminalität und dem Verbrechen entschieden den Kampf anzusagen. Die Beitrittsverhandlungen wurden zuletzt durch den Mord an einem bekannten kroatischen Journalisten überschattet.
Auch Serbien könnte im kommenden Jahr auf seinem Weg zu einem EU-Beitritt deutlich vorankommen. Rehn machte allerdings eine volle Zusammenarbeit mit dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag zur Bedingung eines Beitritts. Zwei gesuchte Kriegsverbrecher sind weiter auf freiem Fuß: Der bosnisch-serbische General Ratko Mladic und der frühere Serbenführer in Kroatien, Goran Hadzic.
EU-Kommission kritisiert Türkei
Rehn hob zugleich die "wichtige strategische Rolle der Türkei" bei der Beilegung des Kaukasus-Konflikts und im Nahen Osten hervor. Wenn Ankara den Reformkurs fortsetze, könnten die zuletzt festgefahrenen Beitrittsgespräche im kommenden Jahr neuen Schwung erhalten, sagte Rehn.
Die EU-Kommission attestierte der Türkei andererseits erneut schwere Mängel bei der Gewährleistung grundlegender Menschenrechte. Ankara müsse die Rechte von Frauen und Minderheiten verbessern und Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit aufheben, heißt es in dem Fortschrittsbericht. Allein im vergangenen Jahr habe es in der Türkei 220 Ehrenmorde gegeben. Auch "häusliche Gewalt und Zwangsverheiratung sind weiter ein gravierendes Problem", schreibt die Kommission.
Rehn appelliert an Bundesregierung
Über das Datum möglicher neuer EU-Beitritte müssen die 27 EU-Regierungen entscheiden. Vor diesem Hintergrund appellierte Rehn an die Bundesregierung, ihre Vetodrohung gegen die Aufnahme neuer Mitgliedsländer fallen zu lassen. Er hoffe, dass die Krise des EU-Reformvertrags nicht als Argument genutzt werde, den Beitritt aussichtsreicher Kandidaten wie Kroatien zu verlangsamen, sagte er. Deutschland, Frankreich und Luxemburg hatten im Juni beim EU-Gipfel in Brüssel Widerspruch gegen eine fortgesetzte Erweiterung angekündigt, solange der Lissabon-Vertrag nicht in Kraft ist.
Der Vertrag soll die EU mit 27 Mitgliedern handlungsfähiger machen. Er liegt auf Eis, seit ihn die Iren im Juni bei einer Volksabstimmung durchfallen ließen. Mitte Dezember wollen die europäischen Staats- und Regierungschefs über eine mögliche Beilegung der Vertragskrise beraten.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(AFP/AP/dpa/beu)
Stockender Kita-Ausbau
@Gromll
"JA und?, MAfiosis sind leider weltweit tätig, auch in Kroatien. Alle Mörder wurden bereits letztes Wochenende gefasst, ..."
Ja, Mafiosis sind weltweit tätig, wie banal... Aber wenn über Kroatien berichtet wird, dann stehen solche inhaltlich mit dem Thema (Voraussetzungen zur EU-Aufnahme) zusammen-
hängende Verweise nicht daneben. Wenn aber über Serbien berichtet wird, dann steht da
unabhängig vom eigentliochen Kernthema Links bzgl. Den Haag, Milosevic usw. Es ging mir also um die mediale Aufbereitung des Themas "Voraussetzungen zur EU-Aufnahme".
Ihre (Zahlen-)Angaben können Sie sicherlich mit konkreten Links unterstützen, ich würde gerne UNHCR bevorzügen.
Wenn Sie mir unterstellen, etwas derartiges unterschlagen zu haben, dann müssen Sie zumindest akzeptieren, dass ich mich bzgl. des eigentlichen Themas dieses Artikels äußere, ergo das Thema "Kroatien und seine Voraussetzungen zur EU-Aufnahme und ihre Erfüllung" anspreche, was der Sinn dieser Kommentarfunktion ist und bleibt.
Würde ich mich zum Artikel "Balkankriege" äußern, dann sähe alles anders aus.
Daher bleibe ich bei meinem vorherigen Posting und gehe auf Ihren Ton nicht ein.
MfG
Zack
"In einem Bund wo massenmörder gegen Moslems wie Croatien und Serbien sind ( das ist noch nicht so lange her ) hat die Türkei nichts verloren."
LOL, Bildung würde gut tun, vor allem Ihnen, denn dann würden sie wissen das es die Kroaten waren die während der operation Oluja das Umzingelte und kurz vor dem Fall stehende Bihac befreiten, was drohte zum zweiten Srebrenica zu werden und ohne das Kroatisch-Bosnische Militärbündnis 1995 hätten die Serben ganz Bosnien plattgemacht. Abgesehen davon, 80% des NAchschubs an Waffen, Munition und Versorgungsgütern nach Bosnien kamen aus, na woher?, aus Kroatien, vor allem Hilfsgüter aus der Türkei, Libanon und Iran, über die Häfen in Split und Rijeka.
"Und was merkt man sofort? Bei den verm. inhaltlich verwandten Links auf der rechten Seite ist kein einziger zu den Beiträgen über die neuerliche Mafia-Morde zu finden (z.B. Journalist Ivo Pukanic und schl. ist neulich in Zagreb die Tochter eines prominenten Anwalts hingerichtet worden, der den ehemaligen General Vladimir Zagorec verteidigt)."
JA und?, MAfiosis sind leider weltweit tätig, auch in Kroatien. Alle Mörder wurden bereits letztes Wochenende gefasst, es droht ihnen 40 Jahre Haft, jetzt fahndet man nach den Drahtziehern, somit ein Beweis das die Polizei, Kriminalamt, geheimdienst und rechtsstaat funktionieren.
"Abgesehen davon, dass die Zahl 450 nicht stimmt... Dabei wird bewußt unterschlagen, dass 200.000 Menschen (eine komplette Ethnie) vertrieben wurden, und dadurch eine ethnisch reine Kraina geschaffen wurde. Diese sollen offenbar nicht zu den Opfern gezählt werden... "
Mit Opfern sind hier Toten gemeint gewesen, Vertriebene gab es auf dem Kriegsgebiet 1990-1995 fast 2 Millionen, auch hierbei gehen gut 80% auf das Konto der Serben da rd. 1,65 Mio. Bosnier und Kroaten aus der heute genannten Republika Srpska vertrieben wurden, 200.000 aus der ehem. Krajina sowie rd. 150.000 aus dem damals okkupierten Ostslavonien
Richtig, rd. 200.000 Serben (incl. rd. 45. 000 Mann der geschlagenen Krajinaarmee) flohen aus der Krajina, was Sie jedoch unterschlagen, zuvor, 1990-1992 waren es die Serben welche alle Nichtserben aus der Krajina vertrieben oder ermordeten, ebenfalls rd. 200.000, darunter neben den Kroaten auch Ungarn, Roma, Bosnier, Volksdeutsche usw.
Wer dies nicht glaubt oder leugnet, sollte mal die UN, IRK,UNHCR, EU und NATO Berichte lesen, sind alle im I-Net veröffentllicht u.a. bei WiKi
... was in Kroatien wirlich geschieht, die Entscheidung zur Aufnahme hat mit den Fakten und den durch die EU selbst offiziell geforderten Veränderungen und Fortschritten nichts zu tun. Die Unterstützung ist de facto bedingungslos.
Aber einzig und nur für Kroatien.
Dazu noch ein (redaktionell) interessantes Detail:
man schaue sich einfach die Gestaltung von diesem redaktionellen SZ-Beitrag an.
Und was merkt man sofort? Bei den verm. inhaltlich verwandten Links auf der rechten Seite ist kein einziger zu den Beiträgen über die neuerliche Mafia-Morde zu finden (z.B. Journalist Ivo Pukanic und schl. ist neulich in Zagreb die Tochter eines prominenten Anwalts hingerichtet worden, der den ehemaligen General Vladimir Zagorec verteidigt).
Dafür aber ein Link bzgl. Verhaftung vom serbischen Kriegsverbrecher Karadzic.
Die Grenze zwischen Information und ihrem Missbrauch, sprich Desinformation ist fließend. Sie kann aus Unwissenheit oder auch bewußt übertreten werden.
MfG
Zack
ps.
Ansonsten: hier wird auch munter folgendes behauptet:
"Opfer von Kroatischen Kriegverbrechen: ca. 450 (Operation Oluja, Medacki Dzep) "
Abgesehen davon, dass die Zahl 450 nicht stimmt... Dabei wird bewußt unterschlagen, dass 200.000 Menschen (eine komplette Ethnie) vertrieben wurden, und dadurch eine ethnisch reine Kraina geschaffen wurde. Diese sollen offenbar nicht zu den Opfern gezählt werden...
Die dumme türkische Regierung versteht einfach nicht das die EU nichts anderes als ein Christenbund ist.
In einem Bund wo massenmörder gegen Moslems wie Croatien und Serbien sind ( das ist noch nicht so lange her ) hat die Türkei nichts verloren.
Die EU kann stolz darauf sein solche verbündete zu haben.
"Die haben doch vor 10-15 Jahren diese wunderschönen Kriegsverbrechen mit ihrer feschen Ustascha bei der serbischen Bevölkerung begangen. Da wird es jetzt höchste Zeit, das zu belohnen! "
Ustascha?, welche Ustascha denn bitte?, wie in Deutshcland stehen jegliche Art von Nazi- oder Ustaschabekundungen unter Strafe und Ustascha gibt es in kroatien heute nicht mehr und nicht wneiger, wie es Nazis und Altnazis in Deutschland gibt.
Dabeio bitte auch nicht vergessen, unser krieg ist bald 70 Jahre her der kroatische erst 15 und wegen der serbishen Agression gegen kroatien und dem versuch der schaffung Grosserbiens ist eine Teilradikalisierung der damaligen Zeit mehr als nachvollziehbar.
Ansonsten:
Opfer von Kroatischen Kriegverbrechen: ca. 450 (Operation Oluja, Medacki Dzep)
Opfer von Serbischen Kriegsverbrechen: ca. 80.000 (Srebrenica, Sarajevo, Vukovar, Dubrovnik, Gorazde, Bihac, Knin, Zagreb, Karlovac, Sibenik, Zadar, Split, Manjaca, Omarska, Trnopolje, Visegradska Banja, Prijedor, Kosovo...)
Und es ist wohl alles andere als Zufall das rd. 80% aller Angeklagten/Verurteilten in Den Haag sowie die größten Kriegsverbrecher wie Mladic, Karadzic, Arkan, Mrksic, Babic und Hadzic Serben waren oder?. Noch Fragen?.
Ach ja, und waren kroatische Truppen auf serbischem Boden, oder serbische auf kroatischem Boden?.
Paging