Ach Europa! Der Gaza-Krieg und die Gas-Krise beweisen einmal mehr: Die Außenpolitik der EU muss niemand ernst nehmen. Solange wir Europäer nicht unsere Kräfte vereinen, bestätigen wir nur die Geringschätzung gegenüber uns.
Schwach, uneinig, scheinheilig und wütend machend - das bekommt man bei privaten Treffen in Peking und Washington über die EU zu hören. Die Ereignisse der ersten Woche im neuen Jahr legen nahe, dass unsere Kritiker absolut richtig liegen.
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Aufgeblasen und schwach: König und Kaiser Nicolas Sarkozy. (© Foto: dpa)
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Schauen Sie sich das Durcheinander an, in dem wir stecken. Europa sieht sich mit zwei akuten Krisen konfrontiert, die unsere Interessen und Werte bedrohen. Der Krieg in Gaza ist eine Negation jedes Prinzips, für das Europa zu stehen beansprucht. Er wirkt sich direkt auf unsere zentralen Interessen aus, nicht zuletzt weil das palästinensische Leiden die Wut der Muslime, die in Europa leben, weiter anheizen wird.
Der russisch-ukrainische Gaskonflikt hat bereits zur Folge, dass ältere Bürger in einigen osteuropäischen EU-Ländern in ihren ungeheizten Wohnungen frieren müssen. Wenn es nicht in unserem vitalen Interesse liegt, unsere Menschen vor dem Erfrieren zu schützen, dann weiß ich nicht, was für uns von Interesse ist. Auch dieser Konflikt führt das europäische Ideal ad absurdum, Konflikte durch friedliche Verhandlungen auf der Basis des Rechts zu lösen.
Nun, wie reagiert Europa? Lächerlicherweise wurde die EU im Nahen Osten nicht durch eine Delegation, sondern durch deren zwei vertreten. Die offizielle wurde vom tschechischen Außenminister angeführt, die andere bestand aus dem König und Kaiser Nicolas Sarkozy, der während der vergangenen sechs Monate so gerne EU-Ratspräsident war, dass er nun glaubt, Europa und die Welt könnten nicht ohne ihn auskommen.
Frei nach Ludwig XIV: "L'Europe, c'est moi".
In einem Moment, in dem die Vereinigten Staaten ausfallen, weil ein scheidender Präsident nichts tut, um das Schlachten zu beenden und ein neuer Präsident spürt, dass er noch nichts tun kann, hat Europa die Möglichkeit zu zeigen, welche Rolle es spielen kann.
Und so sieht die aus: schwach, uneinig und noch immer so aufgeblasen wie in den frühen neunziger Jahren, als der Außenminister von Luxemburg zustimmte, Jugoslawien aufzulösen und verkündete, "die Stunde Europas ist gekommen". Wie die Bourbonen scheint die EU nichts vergessen und nichts gelernt zu haben.
Die Forderung der offiziellen EU-Delegation nach einem sofortigen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas wurde schlicht abgewiesen. Sarkozy muss man zugutehalten, dass er eindringlich mit Ägypten, dem südlichen Nachbarstaat von Gaza, zusammengearbeitet hat, um einen konkreten Plan vorzulegen. Aber selbst wenn Israel einer Version dieses Plans zustimmen sollte, dann nur aufgrund von eigenen, innenpolitischen Motiven, und weil wirksamer Duck aus Washington ausgeübt worden ist.
Ach Europa!, seufzte der deutsche Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger vor zwanzig Jahren, in liebevoller Verzweiflung. Ach Europa!, weine ich 2009, mehr aus Wut als aus Kummer. Obwohl das Leid, das durch den russisch-ukrainischen Gasstreit ausgelöst worden ist, weniger akut ist als dass in Gaza, ist Europas Versagen hier noch größer.
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Russland unter Putin
Ich denke mein Kommentar war harmlos.
"endlich mal sagen die deutschen ihre Meinung zur Nahostkonflikt ohne Angst zu haben
Anti-semetisch bezeichnet zu werden"
Die israelische Armee sperrt den Zugang von Journalisten und die Sueddeutsche Zeitung Kontrolliert welche Kommentare veröffentlichen werden und welche nicht.
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Man könnte meinen, Teile der EU, besonders aber unser eigenes Land, seien die xx.ten Bundesstaaten der USA oder haben zumindest ein gemeinsames Parlament mit der Knesset.
Der viel gescholtene Sarkozy macht es uns vor, was wäre, wenn die EU mit einer Stimme und vor allem entschlossen und ohne Zögern aufträte.
Die Kanzlerin hätte sich wirklich nichts verschenkt, wenn sie auf seinen Kurs aufgesprungen wäre und von allen Seiten einen sofortigen Waffenstillstand gefordert hätte. Denn Krieg, Frau Merkel, war bisher immer das Armutszeugnis der Politik.
Gehörten Sie nicht einem der Länder an, die rein garnichts von einer politischen Union halten, Ihr Artikel könnte mir gefallen.
Aber so wie es in dem Euro-Konglomerat aus 27 überwiegend kleinen Ländern nun einmal ist, kann aus dem, was Sie fordern, nie und nimmer "etwas werden", DENN
1. sind die Kleinstaatler permanent eifersüchtig auf einander;
2. wollen einige, neben GB besonders die Neuen aus dem Osten, lieber den USA beitreten;
3. haben die Länder Europas wieder einmal NICHTS aus der eigenen Geschichte gelernt,
weshalb aus dem EUROPA, das Ihnen offenbar vorschwebt -mir früher auch einmal- nichts werden, bis es dazu endgültig zu spät ist, nämlich wenn China den USA -die ein einiges Europa mit Hilfe von GB schon immer ablehnten!- die Weltmacht-Funktion und -Position abgenommen haben wird. Und DAS könnte noch schneller der Fall sein als Emanuel TODD das in seinem "Nachruf" vorhergesehen hatte!
..wie die der Europäischen Union,die auf Modernen Raubrittertum bassiert..tzzzz
da kann und werde ich nie dahinter stehen!
Ein Union die sich gedanken über DIN_ Gurken gedanken macht und diese auch noch beschließst,also bitte wer soll das noch ernst nehmen??????
Paging