Mit der Explosion einer zweiten schweren Autobombe in weniger als einer Woche hat die baskische Untergrundorganisation Eta ihre Terroroffensive in Spanien verstärkt.
Der in einem Lieferwagen versteckte 60-Kilo-Sprengsatz detonierte in der Nacht zum Montag vor einem Jachtclub in der baskischen Küstenstadt Getxo nahe Bilbao.
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Verletzt wurde bei dem Anschlag niemand, wie die Polizei mitteilte. An dem Clubgebäude und den Wohnhäusern der nahe gelegenen Uferpromenade entstand großer Sachschaden. Der spanische Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba räumte an, dass die Eta eine längere Terrorwelle im Land vorbereitet habe.
Eine Stunde vor dem Anschlag hatte ein anonymer Anrufer im Namen der Eta vor der Bombe gewarnt. Die Polizei konnte die Gegend rechtzeitig räumen. Allerdings ging der Sprengsatz zehn Minuten früher als angekündigt hoch. Damit hätten die Terroristen den Beamten eine Falle stellen wollen, hieß es.
Das Attentat wurde einen Tag vor einem geplanten Treffen von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero mit dem baskischen Regierungschef Juan José Ibarretxe verübt. Der Nationalist will die Basken am 25. Oktober in einem Referendum über eine Loslösung von Spanien abstimmen lassen. Madrid lehnt diese Abstimmung als verfassungswidrig ab.
Erst am vergangenen Mittwoch hatte die Eta bei einem Autobomben-Anschlag auf eine Polizeikaserne im Baskenland einen Beamten der Guardia Civil getötet und vier weitere verletzt. Seit dem Beginn der zweiten Amtszeit von Zapatero im April hat die Separatisten-Organisation bereits sieben Bombenattentate verübt.
Die Eta kämpft seit fast 40 Jahren für ein unabhängiges Baskenland und hat in dieser Zeit fast 850 Menschen getötet. Die jüngsten Friedensgespräche mit der spanischen Regierung waren Ende 2006 gescheitert.
(dpa/odg)
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