Die baskische Untergrundorganisation Eta hat sich zu den jüngsten Attentaten in Spanien bekannt und der Regierung eine "Strategie des Ausnahmezustands" unterstellt.

In einer Erklärung, die am Mittwoch in der ihr nahestehenden Zeitung Gara erschien, übernahm die Organisation die Verantwortung für die Bombenanschläge auf ein Parteibüro der Sozialisten und auf ein Gerichtsgebäude im spanischen Baskenland. Bei den Explosionen im Dezember vergangenen Jahres war Sachschaden entstanden.

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Die Eta warf der spanischen Regierung in dem Kommuniqué vor, im Baskenland eine "Strategie des Ausnahmezustands" zu verfolgen und Eta-Häftlinge zu foltern. Dies werde den Konflikt mit dem spanischen Staat nur verlängern.

Mutmaßliche Anhänger der Eta griffen unterdessen die Vertretung der spanischen Regierung in der baskischen Hauptstadt Vitoria sowie ein Parteibüro der im Baskenland regierenden Nationalisten (PNV) mit Brandsätzen an.

Die Anschläge verursachten ebenfalls nur Sachschaden, wie die Polizei mitteilte. Vor einem Monat hatten Eta-Terroristen zwei spanische Zivilfahnder im Süden Frankreichs erschossen.

Die Eta versucht seit fast vier Jahrzehnten, mit Gewalt die Unabhängigkeit des Baskenlandes zu erzwingen. Im Juni hatte die Untergrundorganisation den von ihr im März 2006 einseitig ausgerufenen Waffenstillstand aufgekündigt. Die spanischen Behörden machen die Eta für 819 Morde verantwortlich.

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(dpa/odg)