"Aus historischer Verantwortung und persönlicher Zuneigung": In ihrem ersten gemeinsamen TV-Interview erklärt Angela Merkel ihre Verbundenheit mit Präsident Nicolas Sarkozy. Der braucht die Kanzlerin derzeit mehr denn je - als Partnerin in der europäischen Finanzkrise, vor allem aber im Präsidentschaftswahlkampf. Ob das den Franzosen gefällt?
Der Präsidentenberater Alain Minc versicherte unlängst, es gebe nur drei Frauen in Nicolas Sarkozys Leben: Carla Bruni, Töchterchen Giulia und Angela Merkel. Sarkozy hat das am Montag während des Deutsch-Französischen Ministerrats zumindest indirekt bestätigt. "Ich hege Bewunderung für Frau Merkel", bekannte er auf einer gemeinsamen Pressekonferenz im Élysée-Palast. Die Kanzlerin wollte da nicht zurückstehen. Sie unterstütze Sarkozy in jeder Frage, sagte sie, "egal was er tut".
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Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Sarkozy geben den Sendern France2 und dem ZDF ein gemeinsames Fernsehinterview. (© Getty Images)
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Die beiden charakterlich so verschiedenen Politiker haben nach vielen Verständnisproblemen am Anfang verblüffend gut zueinandergefunden. Eines aber haben sie noch nie zusammen gemacht: ein Fernsehinterview.
Nun, kurz vor den französischen Präsidentschaftswahlen am 22. April und 6. Mai, sahen sie den richtigen Zeitpunkt gekommen für dieses Zeugnis ihrer Zuneigung. So setzten sie sich am Montagnachmittag in einem Prunkzimmer des Élysée zu einem Wechselgespräch vor die Kameras, das am Abend vom ZDF und France 2 ausgestrahlt werden sollte.
Während die Techniker noch die Mikros anbrachten, übte Merkel - mit grauem Sakko und schwarzer Hose sehr pariserisch gekleidet - ein Lächeln ein. Sarkozy fragte sie auf Englisch: "Sind Sie müde?" "Müde?", meinte Merkel erstaunt. "Nee"! Dann begann das Interview.
Sarkozy wurde sofort mit der Frage konfrontiert, ob in der deutsch-französischen Beziehung allein Berlin den Ton angebe. Der Präsident schüttelte den Kopf. "So ist das nicht." Europa sei am Abgrund gestanden. Da hätten Berlin und Paris eine "totale und komplette Allianz" schließen müssen. "Denn wir können nur gemeinsam gewinnen."
Dann wurde Sarkozy wieder persönlich. Ja, er empfinde "Bewunderung und Freundschaft" für die Kanzlerin und freue sich, dass sie ihm im Präsidentschaftswahlkampf helfen wolle. Aber natürlich würden am Ende die Franzosen entscheiden.
Der Staatschef wollte das klarstellen, weil jüngst viel Kritik an seiner Deutschland-Politik laut geworden war. Linke wie rechte Franzosen monierten, ihr Präsident ahme die Politik der Kanzlerin kritiklos nach, erarbeite keine eigenen Vorschläge zur Lösung der Krise mehr und nehme nun auch noch Wahlkampfhilfe der Deutschen in Anspruch.
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....unterstützung "bei allem was er tut "...vorsicht frau merkel, da reden sie sich ja um kopf und kragen...
je mehr sie sich an sarkozy ranwerfen, desto eher geht der schuss nach hinten los, denn der französische wähler wird dies nicht belohnen, da bin ich mir sicher...mit etwas mehr diplomatie , auch dem sozialistischen bewerber hollande, könnten sie ihr ansehen in Frankreich halten..
aber an emotionaler intelligenz fehlt es ihnen als nüchterne physikerin natuerlich ausserordentlich, was ihr unterwürfiger besuch bei präsident bush nach dessen kriegsplänen gegen irak, was von der damaligen regierung schröder und der überwältigenden mehrheit der deutschen abgelehnt wurde, bewies.
das werde ich ihnen nie vergessen, diesen kniefall bei bush gegen alle regeln der vernunft und des willens des deutschen volkes und seiner damaligen regierung. dieses beschämende verhalten müsste man wieder öffentlicher diskutieren, auf dass ihre umgfragewerte und ihr übermut nicht weiter steigen...
Das haben wir bei Leonid Iljitsch Breschnew und Erich Honecker schon besser gesehen.
Aber sonst. Ja, das kommt schon ganz gut hin. Immerhin stehen da ja zwei der bekanntesten und populärsten Besitzstandsprätorianer Seit an Seit und scheinen uns die Neue Zukunft in der Neuen Sozialen Marktwirtschaft unter der Führung der Neuen Eliten aus der Neuen Mitte genau so verheissen zu wollen, so wie einst die beiden o.g. Herren vom engültigen Sieg der Arbeiterklasse und des Sozialismus schwärmten.
Doch leider, leider. Der real-existierenden Sollbruchpunkt, der in der Neuen Sozialen Marktwirtschaft, die ja doch nur eine staatsterroristische Finanzspekulations- und -anlagenbetrugswirtschaft ist, liegt genau bei diesem moderenen Bankensystem, dass für eine konsensual verfasste, formierte Wertschöpfungsrealwirtschaft genau so überflüssig geworden ist, wie 1789 das Erbadelssystem mit seiner Ständewirtschaft überflüssig geworden war, weil es qua Kostenlast ohne Realleistungsfähigkeit vollkommen verzichtbar war. Vielleicht dient ja das Gedicht von Erich Kästner "Ansprache an Millionäre" als Regiebuch für die Beseitigung dieses sozio-ökonomischen Karzinoms.
Merkel und Sarkozy, das deutsch-französische Traumpaar.
Merkel sagt, wos langgeht und Sarkozy hängt an ihren Lipen. Das war nicht immer so. Früher war Madame No ziemlich unbeliebt, heute wird sie bewundert. So ändern sich die Zeiten.
Und für die Sozialisten wird es schwer.
Wer sich für das Interview interessiert, hier ist es:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1561940/Merkel-Sarkozy-Interview-in-voller-L%C3%A4nge#/beitrag/video/1561940/Merkel-Sarkozy-Interview-in-voller-Laenge
Nee, eher wie bei Harold and Maud.
... "Harry und Sally"?!