Nur zwei Tage nach seiner Vereidigung ist der neue US- Verteidigungsminister in den Irak gereist. Gates und der Generalstabsvorsitzende General Peter Pace wollten dort mit amerikanischen und irakischen Kommandeuren sowie Politikern zusammenkommen.
Gates wurde von Präsident George W. Bush beauftragt, eine neue Strategie für den Krieg im Irak zu entwerfen, damit die US-Truppen das Land wieder verlassen können.
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Der Krieg im Irak hat inzwischen mehr als 300 Milliarden Dollar gekostet, fast 3.000 US-Soldaten wurden bislang getötet.
Dreieinhalb Jahre nach dem Einmarsch der USA steht das Land in einigen Teilen am Rande eines Bürgerkriegs. Von der Gewalt besonders betroffen ist die Hauptstadt Bagdad.
Kaczynski in Bagdad
Zu einem Besuch im Irak traf am Mittwoch auch der polnische Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski in Bagdad ein. Dem irakischen Regierungschef Nuri al-Maliki versicherte er dabei, dass die polnischen Truppen weiter im Irak bleiben könnten.
Die polnische Regierung hatte am Dienstag beantragt, den Einsatz der 900 Soldaten um zwölf Monate bis Ende 2007 zu verlängern. In der südlichen Provinz Nadschaf übergaben die USA unterdessen am Mittwoch die Verantwortung für die Sicherheit den Iraker.
Nadschaf ist die dritte der 18 Provinzen, die den Irakern übergeben wurde. Die Briten gaben im Juli die Verantwortung für Muthana im Süden des Landes ab, das italienische Militär übergab im September die Provinz Dhi Kar.
Der irakische nationale Sicherheitsberater Muwafak al Rubaie sprach von einem historischen Ereignis. "Die Iraker übernehmen die Führung, weil sie effizienter, kompetenter und die Menschen dieses Landes sind", sagte er bei der Übergabefeier.
Mindestens zwölf Tote bei Attentaten
Bei zwei Selbstmordanschlägen in Bagdad wurden am Mittwoch wieder mindestens zwölf Menschen getötet. Ein Attentäter rammte dabei mit seinem Wagen einen Kontrollposten im Stadtteil Dschadrija, wie die Polizei mitteilte. Unter den elf Toten waren vier Polizisten, 24 weitere Personen wurden verletzt. In der Stadt waren mindestens ein halbes Dutzend weitere Explosionen zu hören, darunter in der Nähe der stark gesicherten Grünen Zone, wo sich das irakische Parlament, die US-Botschaft und die britische Botschaft befinden.
Die US-geführten Streitkräfte im Irak nahmen nach eigenen Angaben ein ranghohes Führungsmitglied der Terrororganisation al Qaida fest. Der Mann sei für den Tod hunderter Zivilpersonen verantwortlich und habe ausländischen Selbstmordattentätern Unterschlupf gewährt, teilte das Militär am Mittwoch mit. Die Festnahme erfolgte demnach bereits am 14. Dezember bei einer Razzia in Mossul.
(dpa/AFP)
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