Aufbruchstimmung? Begeisterung? Keine Spur! Die US-Republikaner sind sich vollkommen uneinig, wie sie Barack Obama aus dem Amt jagen können. Das zeigt das knappe Ergebnis von Iowa - die Kandidaten Romney und Santorum liegen nahezu gleichauf. Gespalten und erstaunlich müde schleppt sich die Partei in den großen Kampf um die US-Präsidentschaft.
Der erste Entscheid im Ringen der Republikaner um ihren Präsidentschaftskandidaten ist denkbar knapp ausgefallen. Mitt Romney, der sich zum zweiten Mal um die Nominierung bemüht, und der vor Monatsfrist noch als Außenseiter abgeschriebene Rick Santorum müssen sich den Sieg im US-Bundesstaat Iowa teilen. Nur acht Stimmen trennen sie. Auffallend dicht ist ihnen Ron Paul auf den Fersen, das libertäre enfant terrible der Partei.
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Überraschend erfolgreich - zumindest in Iowa: Rick Santorum. (© AFP)
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Zwei zentrale Botschaften enthält das Resultat. Zum einen sind die Republikaner sich absolut nicht einig darüber, wie sie Barack Obama schlagen können. Drei Lager ringen miteinander: die Pragmatiker, die die Partei für die Mitte wählbar erhalten wollen und für Romney sind. Die Erzkonservativen, die das Land nach rechts drängen wollen und Santorum als neuen Helden entdeckt haben. Schließlich die Protestfraktion, die Amerika ins historische Nirwana führen würde, und für Paul gestimmt hat.
Zum anderen ist da die Beteiligung an den Caucuses in Iowa: Aller Voraussicht nach sind diesmal kaum mehr Republikaner zu den Wählerversammlungen gekommen als vor vier Jahren. Die Partei hatte aber auf eine deutlich höhere Beteiligung gesetzt. Das ist nicht das erhoffte Signal, das die Republikaner in Richtung Weißes Haus senden wollten.
Im Gegenteil: Die Partei hat nicht Feuer gefangen. Von Aufbruchsstimmung, von einer lodernden Begeisterung, Obama aus dem Amt jagen zu wollen, wie sie die Kandidaten seit Wochen beschwören, zeugt das nicht gerade.
Am Ende wird wohl Mitt Romney Präsidentschaftskandidat werden, aber aus dem Grund, weil sich sonst kein besserer Bewerber findet. Ron Paul wird weitermachen und seinen Teil an Proteststimmen bekommen, weniger zwar als in Iowa, aber gewinnen kann er nicht. Einen Kandidaten allerdings, der sich als ernsthafte konservative Alternative zu Romney etablieren könnte, dürfte es auch kaum geben.
Rick Santorum wird in den kommenden Wochen genauso zerlegt werden wie die zeitweiligen Anti-Romneys vor ihm, von Michele Bachmann bis Newt Gingrich. Medienberichte und negative Wahlwerbung werden die Zweifel an ihm wachsen lassen und seinen Höhenflug beenden. Gingrich wiederum kann sich nur erholen von dem blamablen vierten Platz in Iowa, wenn er sich wacker in New Hampshire schlägt und die Vorwahl in South Carolina klar für sich entscheidet. Da dürfte ihm indes Santorum im Wege stehen, der gerade im Vergleich zum irrlichternden Gingrich ein strammer Reaktionär ist.
Die Partei, so viel zeichnet sich nach der Abstimmung in Iowa ab, schleppt sich ziemlich gespalten und erstaunlich müde in die große Schlacht gegen Barack Obama.
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(süddeutsche.de/mati/segi)
Russland unter Putin
Sehen alle aus wie Boxchampions im Sonntagsanzug ....
Sieht man die deutsche Politikerelite, muss man weinen.
Und sieht man Barak Obama, dann bestätigt sich mal wieder:
"Unter Blinden ist der ..........
Sieht man die deutsche Politikerelite, muss man weinen.
Und sieht man Barak Obama, dann bestätigt sich mal wieder:
"Unter Blinden ist der ..........
... dass sie derzeit keinen geeigneten Mann hat, drum die Zurückhaltung.
Wir kennen das von unserer letzten Bundespräsidentenwahl, wo's auch zu allerhand seltsamer Koalitionen kam.
Nun zeigt sich, der gewählte Mann ist tatsächlich der falsche und wäre besser nie gewählt worden.