Nach Krümmel und Brunsbüttel hat mit dem Akw Unterweser bei Nordenham ein weiteres norddeutsches Atomkraftwerk eine Störung gemeldet.

Wie das zuständige niedersächsische Umweltministerium in Hannover an Sonntag erklärte, teilte die Betriebsleitung des Atommeilers an der Unterweser bereits am Vortag per Eil-Meldung mit, dass eine Armatur in einem der vier Stränge des Notkühlsystems nicht korrekt eingestellt war. Bei einem Störfall hätte der Strang nicht die geförderte Kühlleistung erbringen können. Allerdings reichten zwei der vier Stränge zur Störfallbeherrschung aus.

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Grund sei eine fehlerhafte Justierung der elektronischen Stellungsanzeige der Armatur, die bereits 2006 erfolgt und bislang nicht festgestellt worden sei.

Festgestellt worden sei die Störung im Zuge des Abfahrens des Reaktors, der am Samstag zur jährlichen Revision vom Netz gegangen sei. Der Betreiber habe den Vorgang als meldepflichtiges Ereignis der Stufe E (eilt) eingestuft, nach der internationalen siebenstufigen Bewertungsskala handele es sich um eine Störung.

Das niedersächsische Umweltministerium will nun eigene Analysen unter Beteiligung von TÜV-Sachverständigen einleiten. Der Atommeiler gehört zu hundert Prozent dem Energieunternehmen Eon. Der Druckwasserreaktor mit einer Netto-Leistung von 1345 Megawatt ging am 29. September 1978 ans Netz.

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(AP/afp)