Ermittlungen in Berlin Polizei durchsucht Wohnungen im Islamisten-Umfeld

  • Die Polizei durchsucht am Morgen etwa ein Dutzend Wohnungen in Berlin, Brandenburg und Thüringen. Etwa 200 Beamte und ein Spezialeinsatzkommando sind im Einsatz.
  • Es geht um Ermittlungen im Falle zweier Islamisten, die am Freitag festgenommen worden waren. Ihnen wird vorgeworfen, Anschläge in Syrien geplant zu haben.

Durchsuchungen im Umfeld von Berliner Islamistenzelle

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen eine islamistische Logistikzelle in Berlin hat die Polizei am Dienstagmorgen 13 Wohnungen in Berlin, Brandenburg und Thüringen durchsucht. Die Maßnahmen richteten sich gegen das nähere Umfeld zweier mutmaßlicher Islamisten, die am Freitag ebenfalls in Berlin festgenommen worden waren. Dies teilte die Polizei mit. Betroffen waren demnach überwiegend Mitglieder eines Moscheevereins im Berliner Stadtteil Moabit, hieß es.

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An dem Einsatz waren etwa 200 Beamte und ein Spezialeinsatzkommando beteiligt. Die Behörden erhoffen sich Beweismittel wie Akten, Überweisungsträger oder Speicherplatten. Die Betroffenen der Durchsuchungen sind den Angaben zufolge bislang nicht Beschuldigte des Ermittlungsverfahrens, sie hätten jedoch überwiegend in engem Kontakt mit den Festgenommenen gestanden. Die Durchsuchungen sollten weitere Beweismittel für terroristische Aktivitäten in Syrien bringen.

Festnahmen mutmaßlicher Islamisten

Bereits am Freitag waren der 41-jährige Ismet D. und der 43-jährige Emin F. in Berlin festgenommen worden. Sie sollen schwere staatsgefährdende Gewalttaten in Syrien vorbereitet und unterstützt haben. Vor allem der 41-Jährige soll als "Emir" in Berlin-Moabit an einer Koranschule Unterstützer für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien angeworben haben. Es lägen aber weiterhin keine Anhaltspunkte dafür vor, dass sie Anschläge in Deutschland geplant hätten, sagte ein Polizeisprecher.