Von Von Arne Perras

In armen Ländern sterben jährlich mehr als 500.000 Frauen wegen einer Schwangerschaft.

Mütter schenken Kindern das Leben - aber oft bezahlen sie dafür mit ihrem eigenen Tod. Seltener geschieht dies in den Wohlstandszonen der Industriestaaten, wo High-Tech-Medizin und geschultes Personal unendlich viel tun können, damit Mütter und ihre Kinder die Geburt wohlauf überstehen. Umso häufiger aber trifft es Schwangere in den ärmsten Ländern.

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Dort sind Frauen oft ganz auf sich allein gestellt, wenn sie ihre Kinder gebären, selbst eine Hebamme ist meist unerreichbarer Luxus. 529.000 Mütter sterben jedes Jahr während der Schwangerschaft oder an den Folgen einer Geburt, mehr als 99 Prozent von ihnen in den Entwicklungsländern.

Dies ist eine der düsteren Erkenntnisse aus dem neuen Weltgesundheitsbericht der Vereinten Nationen. Der Report beklagt, dass sich die Risiken für Frauen und Kleinkinder in einigen Weltregionen keineswegs vermindert, sondern verschärft haben.

Minimale Chancen auf Hilfe

Vor allem auf dem afrikanischen Kontinent ist die Krise heute so dramatisch, dass sie sich westlicher Vorstellungskraft entzieht: Das Risiko einer Afrikanerin, in ihrem Leben bei einer ihren vielen Schwangerschaften oder Geburten zu sterben, ist eins zu sechzehn.

300 Millionen Frauen in den Armutsgebieten erkranken als Folge einer Schwangerschaft oder Geburt. Sie haben minimale Chancen auf Hilfe, weil die Gesundheitssysteme südlich der Sahara in einem verheerenden Zustand sind. Ihre Kinder trifft es nicht weniger hart.

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