Entwicklungshilfe für Afrika Niebel will mit China kooperieren

Peking betreibe eine erfolgreiche Entwicklungspolitik, Deutschland verfüge über Erfahrungen und Werte: Dirk Niebel will bei Hilfen für Afrika eng mit China kooperieren. Gleichzeitig übte der Minister Kritik an dem Land.

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hat eine Zusammenarbeit mit China zur Verbesserung der Entwicklungshilfe in Afrika angeregt. "China und Deutschland sollten kooperieren, um den Partnern in Afrika gemeinsam zu helfen", sagte der FDP-Politiker der Zeitung Die Welt.

"Unsere große Erfahrung und unsere Werte und Chinas offenkundig erfolgreichen Entwicklungspfad gilt es zu verbinden. So können unsere Partner in Afrika bessere Ergebnisse erzielen", sagte Niebel. Deutschland kooperiere auf ähnliche Weise bereits mit Brasilien und Indien. "Warum soll das nicht mit China funktionieren?", so der Minister.

Der FDP-Politiker lobte Chinas Infrastrukturmaßnahmen, die "weit über den Abbau von Rohstoffen hinaus" positiven Einfluss auf die Staaten in Afrika hätten. "Der Bau von Eisenbahnlinien, Häfen und Flughäfen ist enorm hilfreich", sagte Niebel. "Wir in Deutschland könnten solche Projekte gar nicht finanzieren."

Gleichwohl hätten viele Regierungen längst auch erkannt, dass die chinesische Entwicklungspolitik sich stärker an Interessen als an Werten orientiere. In diesem Punkt könnten Deutschlands Werte und Erfahrungen helfen.