Afrika wird auf dem G-8-Gipfel neben dem Klimaschutz das Schwerpunktthema der Weltmächtigen sein. Industrienationen versprechen viel an Entwicklungshilfe, aber nur wenig kommt an.
Wenn es schon mit den Klimaverhandlungen nicht so recht klappt, soll wenigstens die Afrikahilfe das Prestige des G-8-Gipfels retten. Wenige Tage vor dem Treffen haben Deutschland und die USA angekündigt, ihre Budgets für die Entwicklungshilfe aufstocken zu wollen.
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Hungerndes Kind in Angola (Archiv). (© Foto: ap)
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Bildung, Infrastruktur und der Kampf gegen Aids sollen endlich vorwärtskommen auf dem schwarzen Kontinent. Peter Croll, Direktor des Internationalen Konversionszentrums in Bonn, bleibt trotzdem skeptisch: "Es reicht nicht, einfach nur mehr Geld zu geben. Mindestens genauso wichtig ist es, die Entwicklungshilfe langfristig anzulegen und die Zivilgesellschaften in den Ländern Afrikas stärker einzubeziehen".
Auch Marlis Kees von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) übt Kritik an der Art, wie die Hilfe für Afrika praktiziert wird. Als Beispiel nennt sie den Klimaschutz. Wenn die Afrikaner statt auf offenem Feuer auf gemauerten Herden kochen würden, ließe sich pro Herd jährlich eine Tonne CO2 sparen, rechnet sie vor.
Zusätzlich würden weniger Frauen und Kinder an den Gesundheitsschäden sterben, die der Rauch von offenem Feuer verursacht. Alle 20 Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen der schleichenden Rauchvergiftung. Die GTZ fördert den Bau gemauerter Kochstellen. 15 Millionen Euro bekam sie von der niederländischen Regierung. Deutschland hat nur fünf Millionen Euro für dieses Budget gegeben. "Da müssen wir noch Überzeugungsarbeit leisten", sagt Kees. G-8-Gipfel hin oder her.
Das Africa Progress Panel, das der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan im April gegründet hat, fordert die Regierungen der G 8 und der afrikanischen Länder auf, ihre eigenen Versprechen einzuhalten. Alle seien sich einig, dass der Kontinent nur vorwärtskommen könne, wenn die Industriestaaten genug Geld geben und die Afrikaner im Gegenzug die Kriterien der guten Regierungsführung beachteten.
Beides sei ausbaufähig, stellt das Panel fest. "Afrika braucht keine neuen Initiativen. Es reicht schon, wenn die Ankündigungen, die gemacht wurden, eingehalten werden", heißt es in einer Stellungnahme. So haben beispielsweise die afrikanischen Länder vor fünf Jahren vereinbart, gegenseitig zu überprüfen, ob ihre Regierungen demokratisch handeln.
Nur Ghana, Ruanda und Kenia haben bisher einen solchen Bericht erstellen lassen. Das sind drei Länder von 53. In diplomatischen Kreisen heißt es, dass besonders Südafrika diesen sogenannten Peer Review blockiere - ausgerechnet das Land, das sich gern als demokratisches Vorbild für andere afrikanische Staaten darstellt.
Und die G-8-Staaten? Auf dem Gipfel in Schottland 2005 hatten sie zugesagt, die Entwicklungshilfe bis zum Jahr 2010 um umgerechnet 40 Milliarden Euro aufzustocken. Die Hälfte des Betrags soll Afrika zugutekommen. Deutschland will bis 2010 das Budget auf 0,51 Prozent des Bruttonationaleinkommens erhöhen.
Im vergangenen Jahr waren es 0,36 Prozent. Die Regierung werde ihr Ziel aber nicht erreichen, kritisiert die Hilfsorganisation Oxfam. Selbst mit der angekündigten Erhöhung des Budgets um jährlich 750 Millionen Euro werde Deutschland nur die Hälfte seiner Zusagen erfüllen.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ Primetime 4.6.2007)
Stockender Kita-Ausbau
sind die Rettung Afrikas.
Alle, die den Papst begrüsst haben, sollten sich das immer wieder vor Augen führen.
Enwicklungshilfe ist ein typisches Beispiel, wie das Geld aus der Tasche von uns Steuerzahlern über den Umweg Afrika in die Taschen von Unternehmern und Kapitalanlegern fließt. Ich zitiere aus dem Artikel in der SZ am Samstag, Wirtschaftsteil, Tiltel: "Armer, reicher Kontinent": ". . . es nutzt den Konzernen aus den Industrieländern, die die Rohstoffe preisgünstig fördern und teuer verkaufen".
1. Afrika ist arm, obwohl es reich an Rohstoffen ist, könnte daher einer der reichsten Erdteile der Welt sein, wenn es nicht so gnadenlos ausgebeutet werden würde.
2. Jetzt zahlen wir, also das steuerzahlende Volk, m i t S t e u e r g e l d e r n, Geld nach Afrika, um den Verarmten zu helfen.
3. Dieses Geld wird in der Regel nicht einfach so ausbezahlt, sondern es werden bestimmte Projekte gefördert, die natürlich von den Firmen gestellt werden, die aus dem Förderland kommen. So fließt auch dieses Geld wieder zurück an private Unternehmen. Ein Teil bleibt in den Taschen bestochener afrikanischer Eliten, damit die Verhältnisse dort so bleiben wie sie sind.
Deshalb ist auch niemand in den westlichen Eliten (meist Wirtschaft oder verflochten) daran interessiert, daß sich das ändert. Allerdings hat die Politik, auch Herr Schäuble, unser Innenminister, eine Taskforce auf die Beine stellen lassen, die die massenhaften Flüchtlinge aus dem mittlerweile vielerorts notleidenden Kontinent mit aller Gewalt daran hindern wollen, ihr verarmtes Land zu verlassen sich und zu uns hier in den reichen Westen zu retten.
Das Problem könnte gelöst werden, wenn den westlichen Firmen diese Ausbeutung verboten würde, und den Afrikanern diese Gewinne mindestens zum Teil auch bezahlt würden, aber das hätte große Auswirkungen auf unser Wirtschaftswachstum, und wer würde sich das durchzusetzen trauen. Also redet man lieber über Almosen, aber die Wahrheit sollte jeder wissen.
sicherlich werde ich nicht ganz verstanden,aber mein land hat nicht sehr viel geld zu vergeben,dafür aber sehr gut ausgebildete ingenieure,wissenschaftler,lehrer oder ärzte.das ist natürlich auch der richtige reichtum die ein land der dritten welt vorallem braucht.diesen geistigen reichtum geben wir weiter,ob inlateinamerika,afrika oder asien,dort wird praktisch geholfen,dem menschen der diese hilfe bedarf,indem er zum ersten mal einen arzt sieht,indem er zur schule gehen kann um rechnen und schreiben zu erlernen-denn ohne dem gibt eskeine entwicklung. es wird sehr viel geld-unnütz und nicht immer den eigentlichen anforderungen der länder ausgegeben.viele projekte machen den noch reicher-der schon reich ist,den armen und die diese hilfe benötigen sehen leider nichts davon.
Nur ein Wortspiel das sich angeboten hat ;-)) Nicht besonders gelungen. Zugegeben.
Das zu assoziieren lag mir fern.
Ernesto Ché und ein profaner durch und durch kapitalistischer Lebensmittelkonzern. Das geht nicht!
diese ist auch kein Allheilmittel, und das schlimme ist, dass das was am sinnvollsten wäre, am weitesten in den Händen der G8 liegt, nämlich Zollfreiheit für die Ärmsten in die Industrienationen, die Möglichkeit die demokratischen Oppositionen zu unterstützen und das Absetzen, also Verhaften von korrupten und die Menschenrechte verachtenden "Politikern", ohne dabei massive Kriegseinsetze führen zu müssen oder die Machtverhältnisse derartig zu verändern, dass Bürgerkriege ausbrechen. Aber Rohstoffsicherheit und Angst vor der bösen afrikanischen Wolle u.s.w. werden wohl die Oberhand behalten.
Que sera, wenn du nicht schon verhungert bist.
Paging