In den Fall der beiden im Irak verschleppten Deutschen hat sich nun auch der Bundespräsident eingeschaltet. In einer Videobotschaft appellierte er an die Entführer, ihre Geiseln frei zu lassen.

Bundespräsident Köhler hat in einer Videobotschaft an die Geiselnehmer der beiden im Irak verschleppten Deutschen um deren Freilassung gebeten. Köhler appellierte während seiner Lateinamerikareise an die Entführer, die Geiseln ihren Familien zurückzugeben. Die Videobotschaft, die zeitgleich im arabischen Raum und in Deutschland im Fernsehen verbreitet werden soll, hat nach Angaben des ARD-Hauptstadtstudios vom Mittwoch folgenden Wortlaut:

Bundespräsident Horst Köhler

Appellierte an die Geiselnehmer: Bundespräsident Horst Köhler (© Foto: dpa)

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"Am 6. Februar wurden in Bagdad die beiden Deutschen, Frau Hannelore Krause und ihr Sohn Sinan, entführt. Seitdem befinden sie sich in der Hand unbekannter Täter, und seitdem bemüht sich die Bundesregierung um ihre Freilassung. Am letzten Samstag drohten die Entführer mit der Ermordung der Geiseln, wenn sich die Bundeswehr nicht aus Afghanistan zurückzieht. Es gibt kein politisches Ziel, das die Entführung oder die Tötung unschuldiger Menschen rechtfertigt."

Köhler weiter: "Keine Religion erlaubt ein solches Verhalten. Ich wende mich jetzt direkt an Sie, die Entführer: Ich appelliere an Sie, Frau Krause und Ihren Sohn umgehend freizulassen. In Irak ist schon zuviel unschuldiges Blut vergossen worden. Halten Sie ein! Geben Sie die Geiseln ihren Familien zurück."

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(AP)