In Afghanistan wird erneut ein deutscher Staatsangehöriger vermisst. In den letzten Jahren wurden im Ausland mehrere Deutsche entführt.
März 2007: Der 65-jährige Dieter Rübling wird im Norden Afghanistans erschossen. Er arbeitete als Aufbauhelfer und Berater für die Deutsche Welthungerhilfe (WHH). Er ist mit vier afghanischen Mitarbeitern unterwegs, als ihre Fahrzeuge an einer Straße von zwei vermummten Männern gestoppt werden. Die vier Einheimischen lassen die Täter frei.
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Februar 2007: Die 61-jährige Hannelore K. und ihr 20 Jahre alter Sohn werden aus ihrer Wohnung in Bagdad verschleppt. Vier Wochen später fordert eine Islamistengruppe den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und droht mit der Ermordung der Geiseln. Die Opfer sind im Irak weiterhin in der Gewalt ihrer Entführer.
Oktober 2006: Unbekannte im Norden Afghanistans erschießen die 30-jährige Karen Fischer und den 38 Jahre alten Christian Struwe. Die Reporterin und der Techniker waren zu Recherchen in die afghanische Provinz Bamijan unterwegs, wo die Taliban weltberühmte Buddha-Figuren gesprengt hatten. Die Angreifer erschießen die beiden Deutschen, freie Mitarbeiter der Deutschen Welle, nachts in ihrem Zelt.
11. März 2006: Acht Mitarbeiter der Düsseldorfer Firma Ecolog werden in Afghanistan verschleppt. Zunächst wird vermutet, dass auch vier Deutsche unter den Entführten seien, später stellt sich heraus, dass es sich um vier Mazedonier handelt. Deren Leichen werden wenige Tage später in der Provinz Kandahar gefunden. Die vier anderen Ecolog-Mitarbeiter, alles Afghanen, werden wieder freigelassen.
Januar 2006: In der Industriestadt Baidschi nördlich der irakischen Hauptstadt Bagdad entführen Unbekannte die beiden Deutschen Thomas Nitzschke und René Bräunlich. Die Techniker einer Leipziger Anlagenfirma kommen Anfang Mai frei.
Dezember 2005: Der frühere Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Jürgen Chrobog, und seine Familie werden im Jemen von Stammesangehörigen entführt. Drei Tage später kommen sie nach intensiven Verhandlungen wieder frei.
November 2005: Die deutsche Archäologin Susanne Osthoff und ihr einheimischer Fahrer werden im Irak in der Provinz Ninive von Unbekannten verschleppt. Nach 23 Tagen Geiselhaft wird Osthoff freigelassen.
Februar 2003: 16 deutsche Touristen geraten in Algerien in die Gewalt einer islamistischen Terrorgruppe. In Etappen kommen alle Geiseln bis August frei. Eine 46 Jahre alte Frau aus Augsburg überlebt die Strapazen des Marsches durch die Sahara nicht.
12. November 2001: Der Stern-Reporter Volker Handloik wird an der Nordostfront in Afghanistan tot aufgefunden. Der 40-Jährige soll gemeinsam mit einer Gruppe von Journalisten in einen Hinterhalt der Taliban geraten sein. Handloik berichtete als freier Journalist für den Stern aus der Region.
April 2000: Terroristen der Abu Sayyaf-Gruppe verschleppen die Göttinger Lehrerfamilie Wallert und andere Touristen an der Nordostküste von Malaysia und bringen sie auf die Philippinen-Insel Jolo. Als letzter kommt Sohn Marc im September frei. Libyen hatte vermittelt und mehrere Millionen Dollar Lösegeld gezahlt.
Zoff im Bundesgerichtshof: Eine Personalie führt zu heftigen Verwerfungen – die Akte Karlsruhe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(dpa/AFP)
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Politiker und ihre Pannen
Wie es scheint, werden die reichen Deutschen weltweit immer beliebter unter den Kidnappern als prompte Lösegeldzahler. Kein Wunder! Ich habe noch nie gehört, dass jemals der Bürger eines Entwicklungslandes verschleppt wurde.