Das Schicksal der 61-Jährigen und ihres Sohns bleibt ungewiss. Der Krisenstab bemüht sich weiter um die Freilassung - doch die Regierung will sich nicht erpressen lassen.
Im Fall der beiden deutschen Geiseln im Irak bleibt die Bundesregierung unnachgiebig. Kurz vor Ablauf des Ultimatums sagte Gernot Erler (SPD), im Deutschlandfunk, Deutschland werde sich in dieser Angelegenheit nicht erpressen lassen. Der Staatsminister im Auswärtigen Amt wies damit die Forderung zurück, die Bundeswehr aus dem Irak abzuziehen.
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Ein erstes Ultimatum mit der gleichen Forderung war am 21. März verstrichen. Zuletzt hatten die beiden entführten Deutschen in einer Videobotschaft appelliert, die Forderungen der Entführer zu erfüllen. Der Sprecher des Außenamts, Martin Jäger, sagte, der Krisenstab habe sich auch über die Osterfeiertage mit der Angelegenheit befasst.
Man bemühe sich, die 61 Jahre alte Hannelore Marianne K., die mit einem Iraker verheiratet ist, und ihren 20 Jahre alten Sohn freizubekommen. Die beiden waren am 6. Februar in Bagdad verschleppt worden.
Polenz: Terrorgefahr nicht gestiegen
Der CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz bekräftigte ebenfalls die Haltung der Bundesregierung, auch das zweite Ultimatum der Entführer der beiden im Irak verschleppten Deutschen nicht zu erfüllen.
Polenz verwies ebenfalls auf die Arbeit des Krisenstabs, der versuche, über Mittelsmänner eine Freilassung zu erreichen. Dies sei jedoch durch die sich weiter verschlechternde Sicherheitslage im Irak schwieriger geworden.
Die Terrorgefahr für Deutschland ist nach Polenz' Ansicht durch den Tornado-Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan nicht gestiegen. Im RBB-Inforadio sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses am Donnerstag: "Dieses Risiko bestand und besteht unabhängig davon. Wenn wir überhaupt eine Möglichkeit haben wollen, unser Risiko zu mindern, dann durch einen Erfolg, den wir in Afghanistan erreichen. Dazu sind die Tornados zur Unterstützung der Soldaten und auch der zivilen Aufbauhelfer im Land erforderlich."
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(sueddeutsche.de/dpa)