Außenminister Steinmeier hat den Angehörigen der zwei entführten Deutschen im Irak die Unterstützung der Regierung zugesagt. Ein Krisenstab arbeite seit vier Wochen daran, die Geiseln zu befreien.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat das Video mit den im Irak entführten Deutschen Marianne K. und ihrem Sohn als "ein erschütterndes Dokument" gewertet.

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"Wir schauen natürlich mit Sorge auf das Schicksal der beiden im Irak entführten Deutschen", sagte Steinmeier in Berlin, nachdem er unmittelbar zuvor den Krisenstab besucht hatte.

"Unser Mitgefühl ist bei den Angehörigen, bei den Familien", sagte der SPD-Politiker. "Wir hatten jetzt gerade eben im Krisenstab die Möglichkeit, eine erste Bewertung des veröffentlichten Videos vorzunehmen", erklärte der Minister.

In den nächsten Stunden und Tagen würden Spezialisten das Bildmaterial detailliert analysieren.

Der Krisenstab sei seit viereinhalb Wochen dabei, "eine Aufklärung des Falles herbeizuführen und die entführten Deutschen wieder in Freiheit zu setzen", sagte Steinmeier weiter. Bisher sei das nicht gelungen, aber die Öffentlichkeit könne sicher sein, dass die Bemühungen darum weiterhin fortgesetzt würden.

Weitere Einzelheiten über die Arbeit des Krisenstabes und der Sicherheitsbehörden nannte Steinmeier nicht und bat dafür um Verständnis.

"Seien sie nur versichert: Wir werden nichts unversucht lassen, um die beiden entführten Deutschen wieder gesund zu ihren Familien zurückzubringen."

Auf dem am Samstag von arabischen Fernsehsendern ausgestrahlten Video drohen die Kidnapper mit der Ermordung ihrer Geiseln, wenn Deutschland nicht binnen zehn Tagen alle Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan abziehe.

An der Seite ihres erwachsenen Sohnes appellierte Marianne K. An Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Forderung nachzugeben.

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(AP)