Nach den Attacken aus der Atomwirtschaft bemüht sich Kanzlerin Merkel, den Konflikt kleinzureden - und weist vor allem auf die gemeinsamen Ziele von Regierung und Unternehmen hin. Alternativen zur Brennelementesteuer sieht sie zur Zeit jedoch nicht.
Gut einen Monat vor der Veröffentlichung des Energiekonzepts der Koalition haben am Wochenende mehr als 40 Manager und Prominente in einem gemeinsamen Appell Front gegen den Plan von Kanzlerin Angela Merkel gemacht, eine Brennelementesteuer oder eine andere Kernkraftabgabe einzuführen. Gleichzeitig warnten sie vor einem vorzeitigen Ausstieg aus der Kernenergie. Jetzt bemüht sich die Kanzlerin offenbar nach Kräften, den Konflikt kleinzureden - hält aber an der geplanten Steuer fest.
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Schlägt milde Töne an: Angela Merkel (© AFP)
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Merkel sagte zur Bild am Sonntag: "Es ist wichtig, dass sich neben den Kritikern der Kernenergie auch diejenigen zu Wort melden, die sie als Brückentechnologie noch eine zeitlang für notwendig halten." Im ZDF machte Merkel dann jedoch klar, dass die Atomlobby von ihr zur Zeit nicht mehr als Diskussionsbereitschaft erwarten darf: Die Regierung sei zwar mit den Energiekonzernen im Gespräch über Alternativen zur Brennelementesteuer. "Aber die sehe ich im Augenblick noch nicht", sagte Merkel.
Die Kanzlerin betonte außerdem die gemeinsamen Ziele von Regierung und Unternehmen: "Wir wollen, dass die Energie in Deutschland immer sauberer und umweltverträglicher wird, dass sie sicher ist und dass sie für Bürger und Wirtschaft auch bezahlbar bleibt - gerade in dem Punkt also sehe ich keinen Widerspruch zu den Absichten des Appells."
Geht es nach Umweltminister Norbert Röttgen (CDU), dann darf an der Belastung der Stromkonzerne in Höhe von 2,3 Milliarden Euro jährlich nicht mehr gerüttelt werden. "Der Konsolidierungsbeitrag wird auf jeden Fall erbracht und als Summe auch schon Anfang September beschlossen werden", sagte Röttgen dem Magazin Der Spiegel. Offen seien nur noch die Form sowie die Frage der Gewinnabschöpfung zugunsten von erneuerbaren Energien.
Angesichts von Milliardengewinnen müssten die Konzerne "sehr genau erklären, warum sie eine Steuer nicht schultern können", meinte Röttgen. Ein Großteil der zusätzlichen Gewinne, die aus Laufzeitverlängerungen erzielt werden, sollten in die erneuerbaren Energien fließen. Zu den Forderungen aus Union, FDP und Wirtschaft, statt einer Brennelementesteuer einen Vertrag mit den Kernkraftbetreibern abzuschließen, sagte der Umweltressortchef: "Die Politik muss mächtige Unternehmen gerade auch im Steuerrecht so wie die normalen Bürger behandeln." Deshalb dürfe der Staat "grundsätzlich nicht mit einzelnen Unternehmen einen Deal machen".
Fondslösung bevorzugt
Anderer Meinung ist da Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU). Im Streit um die Milliarden-Gewinne bevorzugt er eine Fonds-Alternative vor einer Steuer. "Wir haben keine grundsätzlichen juristischen Einwände gegen die Brennelementsteuer. Aber in der Landesregierung gibt es Sympathien für eine Fondslösung." Damit lasse sich zielgerichteter der Ausbau der erneuerbaren Energien fördern, sagte McAllister. Er sprach sich für eine moderate Verlängerung der AKW-Laufzeiten aus und setzt vor allem auf die Entwicklung von Offshore-Windanlagen an der Küste.
"Niedersachsen trägt ein großes Maß an gesamtstaatlicher Verantwortung bei der Atommüll-Endlagerung. Wir erwarten vom Bund auch, dass erhebliche Summen zur Sanierung der Asse zur Verfügung gestellt werden", so der Regierungschef weiter. Auch die Energiekonzerne müssten sich daran finanziell beteiligen, das sehe der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und FDP so vor, sagte McAllister.
In der Frage der Laufzeit-Verlängerung der Atomkraftwerke setzt der 39-Jährige auf pragmatische Lösungen. Ohne eine Beteiligung der Länder über den Bundesrat ist laut Bundesumweltministerium wohl nur eine moderate Laufzeiten-Ausweitung machbar. "Als niedersächsischer Pragmatiker sage ich, wir müssen auch die veränderten Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat zur Kenntnis nehmen." Union und FDP haben in der Länderkammer seit dem Regierungswechsel in Nordrhein-Westfalen keine Mehrheit mehr.
Steuer die sauberere Lösung
Zustimmung findet eine Brennelementesteuer für Atomkonzerne auch bei Experten. Eine solche Steuer sei angesichts der Milliarden-Sondergewinne der Konzerne bei einer Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke sinnvoll, sagte Claudia Kemfert, Energieexpertin beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Bei einer Laufzeitverlängerung seien abhängig vom Strompreis "Zusatzgewinne bis zu 6 Milliarden Euro pro Jahr" möglich.
Im Vergleich zum Vorschlag der Industrie, per Vertrag einen Teil des Gewinns abzuführen, sei die Steuer die saubere Lösung, sagte Kemfert. "Ein Festbetrag hat natürlich Charme für die Konzerne, weil sie wissen, was finanziell auf sie zukommt. Und auch für die Anteilseigner, die ja immer hohe Gewinnausschüttungen erwarten. Aber auf diesen Deal sollte sich die Regierung nicht einlassen."
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(sueddeutsche.de/AP/dpa/Reuters/juwe/plin)
Obama zeichnet Bob Dylan aus
Zu ihrem Wind Beispiel für Unwissenheit der Gegebenheiten möchte ich den Lesern folgendes sagen!Wind weht auf dem Seegebiet immer und wenn an der deutschen Küste es nicht weht wird der Strom aus Englischen,Niederländischen Spanischen ,Französichen Windparks zu uns geleitet um das Netz zu "füllen" sage ich mal!Das ist kostenlos!Das nennt man Kompensation denn wenn in den anderen Ländern kein Wind da wäre wird der Strom von uns hier bezogen zum "füllen" derer Netze!Am ende wird ein leichter überschuss bezahlt oder nicht bezahlt!In diesem "Geschäft sind wir aber Export Meister" und wir bezahlen nichts sondern "wir" verdienen daran sehr gut!Das kriegen natürlich die Verstromer und nicht die Kunden!Das ist also Blödsinn was sie hier heraus lassen!Sie machen sich lächerlich!Außerdem gehören zum Strom Mix der regenerativen Energiern noch andere Energieerzeuger wie Voltaik,Biogas,Erdwärme usw.
Sind sie ein entlaufener?Wenn hier ein nicht all zu heller erzählt das es auf der Nord und Ostsee und in der Englischen See keinen Wind gibt sagt gleichzeitig das es kein Wetter gibt.So dumm kann eigentlich nur ein CDU Wähler sein !Das sollten sie dem Deutschen Wetterdienst melden denn Das ist ein Naturereignis das noch nie gleichzeitig überall vorgekommen ist! :). Aber in manchen Sumpf gefärbten Köpfen kommt ja so manches vor das davon ganze medizinische Berufszweige leben! Kein Wind kein Wetter! :) Suuper das da jemand das Wetter abstellen kann! :) :) Was CDU Wähler und Atom Lobbyisten alles fertig bringen ist erstaunlich :)
Wie ich hier bereits geschrieben habe!
die liberalisierung des strommarktes
bietet heute den vorteil, dass jeder privathaushalt
und betrieb seinen stromanbieter
frei wählen kann. mit dem wechsel zu einem
Ökostromanbieter, der keinen atomstrom im
angebot hat, können die verbraucher ihrem
wunsch nach einer umweltschonenden energieform
ausdruck verleihen.
Das heißt wenn sie, die Bürger, diese Energieform nicht unterstützen wollen,wechseln sie den Stromanbieter und achten sie darauf das er keinen Atomstrom beinhaltet!
Konflickte kennt Mutti bei diesem und vielen anderen Themen nicht da sie ja das Sprachrohr der Atomlobbyisten ist!Ihre Tour sollte nur ablenken und dem Bürger suggerieren das sie auch für regenerativen Strom wäre!Wer das glaubt glaubt auch Herrn Barschels Ehrenwort!!
Ei damit der Wind bläst macht man draußen Licht!
Wohl zu oft in der nähe von AKW´s gewesen.
Paging