Atomkraftwerke kommen in Europa wieder in Mode. Nach Frankreich und Finnland will nun auch Großbritannien neue Kernkraftwerke bauen.

Großbritannien setzt im Kampf um den Klimaschutz verstärkt auf Atomkraft und will im großen Stil neue Kernkraftwerke bauen. Atomkraft sei eine "saubere, sichere, günstige" Energiequelle und solle weiter eine wichtige Rolle spielen, sagte Wirtschaftsminister John Hutton vor dem Parlament in London.

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Das britische Atomkraftwerk Sellafield (© Foto: AFP)

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Hutton rief Unternehmen auf, Pläne einzureichen und in neue Reaktoren zu investieren. Kraftwerksbetreibern zufolge können die neuen Atomanlagen in Großbritannien bis 2017 betriebsbereit sein - rechtzeitig, um die von der Regierung bis 2020 gesteckten Ziele bei der Reduzierung von Treibhausgasen zu unterstützen.

In Großbritannien laufen derzeit 19 Reaktoren, die aber alle bis 2035 abgeschaltet werden sollen, weil sie zu alt sind. Hutton betonte, dass Atomkraft nur ein Teil des Energie-Mix sei. Der Anteil erneuerbarer Energien solle sich bis 2015 verdreifachen.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft Europas reiht sich damit unter Staaten wie Frankreich und Finnland ein, die gleichfalls weitere Atomkraftwerke planen. Auch die USA haben damit begonnen, weitere Genehmigungen zu erteilen. Seit der Ölpreis auf Rekordhöhen bei 100 Dollar je Barrel gestiegen ist, lohnt es sich finanziell wieder mehr, die teure Energieform zu betreiben. Deutschland lässt die Atomenergie dagegen auslaufen.

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(Reuters/AFP/bosw/gba)