Irans Präsident Ahmadinedschad hat Israel in seiner Rede heftig angegriffen. Nicht nur UN-Generalsekretär Ban Ki Moon übte scharfe Kritik.
Mit einem Eklat hat am Montag die Anti-Rassismus-Konferenz der Vereinten Nationen in Genf begonnen. Delegierte mehrerer EU-Staaten verließen während der Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad den Saal. Dieser bezeichnete Israel als das "grausamste und rassistischste Regime". Der Staat Israel sei unter dem "Vorwand jüdischen Leidens" im Zweiten Weltkrieg gegründet worden. Der Zionismus sei der "personifizierte Rassismus".
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Bank Ki Moon (r.) bedauerte nach Ahmadinedschads Rede, dass dieser die Konferenz genutzt habe, um anzuklagen und zu spalten. (© Foto: AFP)
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Weil sie ebensolche Äußerungen befürchteten, hatten am Sonntag nach den USA, Kanada und Australien auch Deutschland sowie Italien, Polen und die Niederlande ihre Teilnahme abgesagt. Tschechien kündigte an, die Konferenz aus Protest zu verlassen. Frankreich protestierte scharf gegen die Rede des iranischen Präsidenten. Ahmadinedschad rufe zum Rassenhass auf, er verhöhne die Ideale und Werte, die in der universellen Erklärung der Menschenrechte festgeschrieben seien, erklärte Präsident Nicolas Sarkozy.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte sich in seiner Eröffnungsrede "tief enttäuscht" über die Absagen gezeigt: "Wir träumen davon, in eine neue Richtung zu gehen, jedoch bleiben zu viele von uns in die Vergangenheit verstrickt", sagte er. Er bedauerte nach Ahmadinedschads Rede, dieser habe die Konferenz dazu missbraucht, um anzuklagen und zu spalten.
Der Sprecher von US-Präsident Barack Obama, Robert Gibbs, verurteilte die "hasserfüllte Rhetorik" und wertete den Eklat als Bestätigung, dass die Entscheidung der USA richtig gewesen sei, der Konferenz von vornherein fernzubleiben. Außenamtssprecher Robert Wood sagte, dennoch strebten die USA weiter "einen direkten Dialog mit Iran" an.
Zuvor war es zu einer schweren Verstimmung zwischen Israel und dem Gastgeberland gekommen. Aus Ärger über ein Treffen des Schweizer Bundespräsidenten Hans-Rudolf Merz mit Ahmadinedschad am Sonntagabend beorderte Israel seinen Botschafter zurück. Das bedeute keinen Abbruch der Beziehungen, solle aber die Unzufriedenheit mit der "laxen Schweizer Haltung gegenüber Iran" zum Ausdruck bringen, teilte das israelische Außenministerium mit.
Netanjahu kritisiert Merz
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kritisierte Merz während einer Gedenkveranstaltung zum Beginn des Holocaust-Gedenktages in der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem für dessen Gespräch mit Ahmadinedschad persönlich: "Ich wende mich an Sie, den Bundespräsidenten der Schweiz, und frage Sie: Wie können Sie jemand treffen, der den Holocaust leugnet und sich einen neuen Holocaust herbeiwünscht?" Das Gespräch mit dem Schweizer Bundespräsidenten war das erste des iranischen Staatsoberhaupts mit einem westlichen Kollegen in offiziellem Rahmen.
Die deutsche Bundesregierung hatte am Montag zunächst nicht ausgeschlossen, an der Konferenz doch noch teilzunehmen. Durch Ahmadinedschads Äußerungen dürfte dies nun aber sehr unwahrscheinlich geworden sein. Der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg hatte gesagt, es sei denkbar, bei den Beratungen über das Abschlussdokument einzusteigen.
Dies sei aber stark vom Verlauf der Konferenz abhängig. Deutsche Diplomaten beobachten die Konferenz vor Ort. Die Bundesregierung habe sich die Entscheidung zum Boykott nicht leichtgemacht, sagte Steg. Sie hatte befürchtet, auf der Konferenz könne es "Hasstiraden, Schmähreden und antiisraelische Ausfälle" geben. Bei der Absage, der ersten seit Aufnahme der Bundesrepublik in die Vereinten Nationen 1973, handele es sich um einen einmaligen Akt.
Die Reaktionen in Deutschland auf den Boykott waren geteilt. Die meisten Politiker der Regierungsparteien sowie der Zentralrat der Juden äußerten sich lobend. Bedauerlich sei, dass die EU sich nicht auf eine Linie habe einigen können. Nur der CDU-Abgeordnete Willy Wimmer vermisste eine klare außenpolitische Haltung. Gegen "krude Vorstellungsweisen" müsse auf der Konferenz vorgegangen werden.
Kritik kam aber vor allem von den Grünen, der Linkspartei und Menschenrechtsorganisationen. Mit der Absage leiste die Bundesregierung den Menschenrechten einen Bärendienst, sagten die Grünen-Politiker Volker Beck und Kerstin Müller. Der Boykott spiele jenen in die Hände, die an einem Scheitern der Konferenz interessiert seien, erklärte Human Rights Watch.
Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte, die 22 EU-Staaten, die an der Konferenz teilnähmen, wollten darauf achten, dass es nicht zur Verurteilung einzelner Staaten, Religionen oder zu antisemitischen Äußerungen komme. Im Entwurf für die Schlusserklärung seien die "roten Linien" der EU gewahrt geblieben. "Wir wissen, dass der Text nicht ideal ist, aber er ist das Ergebnis eines Kompromisses." Russland verurteilte den Boykott westlicher Staaten.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 21.04.2009)
Obama zeichnet Bob Dylan aus
Was für ein EKLAT - was für ein Skandal!!! Wie schnell werden in den letzten Monaten diese Begriffe verwendet...
Einige Überschriften gaben sich kämpferisch "ALLE gegen A..." Wie oft wurde das Wort Hetze benutzt als über die Rede berichtet wurde? Ein Superlativ jagte den anderen - ohne das die Rede im Wortlaut überhaupt bekannt gemacht wurde!
Tja und nun können sich wohl Israel und die anderen Staaten die der UN Konferenz fern blieben gratulieren! 140 !!! Staaten haben die Abschlusserklärung unterschrieben!
Sicher werden nun wieder die altbekannten "Argumente" wiederholt: "alles gekaufte Länder, alles verhetzte Länder, Rassisten" oder ähnliches... Aber alles lammentieren hilft nicht, 140 Länder sind wohl eine eindrucksvolle Mehrheit.
Wer isoliert sich eigentlich???
Ich übersetze Ihnen noch kurz die Wahrheit hinter diesem/ihrem letzten Satz unter d)
Sie haben furchtbare Angst, daß der Fundamentalismus und die besondere "Friedfertigkeit" in der muslimischen Welt zu einem großen Krieg um Israel/Palästina bzw. zwischen dem Westen und der muslimischen Welt führen könnte,
der auch Ihr persönliches Leben nicht unbeinflusst lassen könnte. Da sie wissen/ahnen, daß eine Seite des Konflikts keine Ruhe geben wird, erwarten sie von Israel die Selbstaufgabe. Das dabei das Leben von 6 Millionen Israelis auf dem Spiel steht ist Ihnen egal bzw. nehmen Sie Inkauf - oder? Hauptsache es herrscht wieder Ruhe und man kann sich wieder ungestört den schönen Seiten des Lebens widmen - nicht wahr? Israel und die Juden sollen also wieder mal den Sündenbock spielen und sich freiwillig zur Schlachtbank führen lassen oder was? Glauben Sie wirklich, daß danach Ruhe wäre und auf der Welt das Paradies auf Erden ausbrechen würde? Fragen Sie mich besser nicht was ich von solchen "Lösungsvorschlägen" und Menschen halte, die solche Vorbringen.
"Ich kenne momentan kein Land, welches sich das Recht herausnimmt:
a) mit dem Bombardement von (mutmaßlichen) Atomanlagen zu drohen
und
b) die UNO an sich in Frage zu stellen
und
c) sich willkürlich über jedwede UNO-Resolutionen hinwegsetzt.
So gesehen, ja, Israel spielt eine Sonderrolle.
Und ich habe keine Lust, dass im Nahen Osten darüber ein weiterer Weltkrieg vom Zaun gebrochen wird. "
zu a) Ich kenne dafür einen Staat der mit genau diesen Atomanlagen seinem Ziel immer näher kommt, Israel vom Antlitz der Erde zu tilgen. Was ist nun gefährlicher/verwerflicher lieber Pfnosch - einem Übeltäter rechtzeitig die Waffe aus der der Hand zu schlagen um damit einen Amoklauf zu verhindern oder abzuwarten bis der Psychophat die Waffe entwickelt in der Hand hält? Für mich ist die Antwort auf diese Frage ganz einfach lieber Pfnosch und ich Danke Gott dafür das ich manchmal so einfältig bin!
zu b) In der FAZ stand vor zwei Tagen ein Kommentar unter der Überschrift - Schafft die UN ab! Der Autor legt dort ausführlich dar wieso die UN längst ihre Existenzberechtigung verloren hat und z.B. der UN-Menschenrechtsausschuß zum Gegenteil dessen mutiert ist, was er eigentlich sein sollte. Die UN hatte in Wahrheit noch nie einen wirklichen Nutzen. Mittlerweile sitzen dort die schlimmsten Diktaturen/Menschenrechtsfeinde über Demokratien zu Gericht - was soll das - das ganze Gremium ist zu einer überflüssigen Farce verkommen!!!!!!!!!!!
zu c) Ich habe hier schon weiter vorne geschrieben, daß sich Israel vollkommen zu Recht über einseitige, unfaire und von muslimischer Seite erkaufte UN-Resolutionen hinwegsetzt, wenn diese das Existenzrecht Israels behindern oder gefährden. Solche UN-Resolutionen sind weder legitim noch ernst zu nehmen und deshalb irrelevant. Die Resolutionen der UN sind keine Gottesgebote sondern von Menschen fabrizierte Machwerke, hinter denen Interessen von Staaten stehen!
d) "Und ich habe keine Lust, dass im Nahen Osten darüber ein weiterer Weltkrieg vom Zaun gebrochen wird. "
Dieser Artikel "Empörung über Achmadinezad" ist eine auf politischer Ebene stattfindende Empörung, in Wirklichkeit wissen wir alle, daß er nur die Wahrheit ausgesprochen hat.
Aber da es nun mal um Israel geht... setzen wir uns die Maske auf und souelen "empört"
Nix neues !
Um die Gleichbehandlung zu bewahren, sollte man §261 StGB aber auch bei nationalistischen Parteien der Schweiz anwenden. Meinen Sie nicht? oder gilt dies nur für Ausländer, insbesondere aus islamischen Ländern?
Abgesehen davon ist es keine Straftat, wenn man ein Land bzw. eine Regierung als faschistisch bezeichnet.
Paging