Anzüglich, intim: Ein hochrangiger Berater von Premierminister Gordon Brown verschickte E-Mails mit Details zu einer geplanten "Schmutzkampagne".

Die britische Regierung ist erneut wegen einer Peinlichkeit in die Schlagzeilen geraten. Ein hochrangiger Berater von Premierminister Gordon Brown schickte E-Mails über eine geplante "Schmutzkampagne" gegen die Opposition von seinem offiziellen Downing-Street-Konto an einen Blogger. Später gelangten diese dann an die Presse.

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Die britische Regierung von Premierminister Gordeon Brown ist wieder wegen einer Peinlichkeit in die Schlagzeilen geraten. (© Foto: AP)

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In den Mails stünden Anzüglichkeiten und intime Details unter anderem über den Chef der Konservativen, David Cameron, schrieb die Zeitung Daily Telegraph am Samstag.

Bei dem Autor handelt es sich um Damian McBride, Browns Strategieberater und früheren Pressesprecher. Downing Street erklärte, niemand außer dem Autor habe von dem Inhalt der E-Mails gewusst. Der Autor habe sich für die "kindischen und unangebrachten" Mails entschuldigt.

Der ehemalige Innenminister Charles Clarke forderte, McBride müsse "sofort" entlassen werden. "Seine Taten sind eine Schande für die Labour-Partei." Es wird erwartet, dass der Inhalt der E-Mails in der Sonntagspresse veröffentlicht wird.

Die konservativen Tories erklärten, es sei "absurd", dass sich Mitarbeiter am Regierungssitz "Verleumdungskampagnen ausdenken, statt sich um Menschen zu kümmern, die von der Wirtschaftskrise betroffen sind". "Warum um Himmels Willen frönt Gordon Browns Mannschaft dieser Politik der Gosse, wenn sie doch die Probleme der Menschen in diesem Land lösen soll", sagte der Schatteninnenminister der Konservativen, Chris Grayling.

Erst vor kurzem stand die Regierung in der Kritik, als Details über Spesenabrechnungen der Innenministerin ans Licht kamen. Dabei hatte sie auch Porno-Filme ihres Mannes abgerechnet.

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(dpa/segi)