Durchsuchungen Razzien in Berliner Islamistenszene

  • Die Berliner Polizei ist am Dienstagmorgen mit einer Razzia gegen mutmaßliche Unterstützer von Islamisten in Syrien vorgegangen.
  • Hunderte Beamte durchsuchten einen Moscheeverein und mehrere Wohnungen.
  • Bereits seit Monaten laufen die Ermittlungen wegen der Planung schwerer staatsgefährdender Gewalttaten.

Verdacht auf "staatsgefährdende Gewalttaten"

In Berlin haben Hunderte Polizisten am Dienstagmorgen mehrere Objekte durchsucht - darunter auch das Gebäude eines Moschee-Vereins in der Colditzstraße in Tempelhof und mehrere Wohnungen. Wie ein Sprecher mitteilte, geht es um "geplante schwere staatsgefährdende Gewalttaten". Die etwa 2000 Quadratmeter große Ibrahim-Al Khalil-Moschee gilt einem aktuellen Verfassungsschutzbericht zufolge als Hochburg von Salafisten. In den Wohnungen werden Kontaktpersonen der beiden Hauptverdächtigen vermutet.

Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft ermittelt dem Sprecher zufolge seit Monaten wegen des Verdachts der Vorbereitung sowie der Anstiftung zur Vorbereitung von Gewalttaten.

Unter Verdacht: ein Marokkaner und ein Mazedonier

Im Fokus der Ermittlungen stehen zwei Verdächtige. Ein 51-jähriger Marokkaner soll andere dazu angestiftet haben, sich in Syrien mit militant-dschihadistischen Gruppen am bewaffneten Kampf gegen das Assad-Regime zu beteiligen. Ermittelt wird auch gegen einen 19-jährigen Mazedonier, der im Verdacht steht, sich derzeit in Syrien am bewaffneten Kampf dschihadistischer Gruppen zu beteiligen.

Informationen der Polizei zufolge liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Beschuldigten Anschläge in Deutschland geplant haben.