Premiere des Duos: In Springfield lobt Barack Obama seinen "Running Mate" Joe Biden als erfahrene Führungsfigur und idealen Partner für den Wandel. Der nutzt sogleich die Gelegenheit für eine scharfe Kritik an der Bush-Regierung.

Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Barack Obama hat am Samstag seinen Kandidaten für die Vizepräsidentschaft vorgestellt.

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"Ein Führer, der in der Lage ist, einzuspringen": Barack Obama lobt seinen Vize Joe Biden in Springfield. (© Foto: AFP)

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Joe Biden habe herausragende Führungsqualitäten und langjährige Erfahrung in der Außenpolitik, sagte Obama in Springfield vor seinen Anhängern. "Das ist der Kämpfer, den ich an meiner Seite haben will." Biden sei bereit, im Notfall einzuspringen und Präsident der Vereinigten Staaten zu sein, sagte Obama.

Biden sei der ideale Partner für den Wandel Amerikas, "ein Führer, der in der Lage ist, einzuspringen und Präsident zu sein", lobte Obama seinen Vize. Die USA benötigten nach acht Jahren gescheiterter Politik der Regierung von Präsident George W. Bush eine neue Politik. Biden sei ein wirklicher Staatsmann mit starker Urteilskraft.

Vor allem seine persönliche Biografie beweise, das Biden ein Mann von Charakter, Stärke und Durchsetzungskraft sei, betonte der schwarze Senator aus Illinois. Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, habe er sein Stottern als Kind besiegt, den Unfalltod von Frau und Kind überwinden müssen, seine zwei Söhne zunächst allein groß gezogen und einen lebensbedrohlichen Gehirntumor überstanden. Jahrzehntelang habe "Biden den Wechsel nach Washington gebracht, ohne das Washington ihn verändert hat", sagte Obama über seinen "running mate".

Der 65-jährige Politiker sitzt seit 35 Jahren für den Bundesstaat Delaware im Senat und hat große außenpolitische Erfahrung. Nach einer etwa 15-minütigen Rede holte Obama Biden auf die Bühne. Dabei leistete er sich einen peinlichen Versprecher. "Hier stelle ich euch den nächsten Präsidenten..." waren Obamas Worte, als er Joe Biden dem Publikum vorstellen wollte. Erst dann korrigierte Obama: "den nächsten Vizepräsidenten der USA vor".

Der Senator aus Delaware kritisierte die Politik der Regierung von US-Präsident George W. Bush als verfehlt. Nie sei es in seiner langen Karriere in Washington so schlecht um die Politik in der Hauptstadt bestellt gewesen. "Aber es gibt gute Neuigkeiten: Wir müssen keine vier Jahre Bush und McCain mehr ertragen."

Biden sagte, er kenne und schätze den republikanischen Kandidaten John McCain seit 30 Jahren. McCain könne die Vereinigten Staaten jedoch nicht vorwärts bringen, da er nur die Politik Bushs fortsetzen wolle. Obama habe die Vision und die Kraft, das Land zu verändern, sagte Biden.

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(AFP/AP/dpa/cag/ssc)