Druck auf Iran USA bauen Abwehrschild aus

Spezialschiffe vor der iranischen Küste, Raketensysteme in mehreren arabischen Ländern: Die USA bauen ihre Rüstungssysteme am Persischen Golf aus.

Die USA erhöhen den Druck auf Iran und beschleunigen angesichts des festgefahrenen Streits um das Atomprogramm den Aufbau ihres Anti-Raketen-Schildes im Persischen Golf. Dazu würden die Entsendung von Spezialschiffen vor die iranische Küste und die Lieferungen von Raketen-Abfangsystemen an mindestens vier arabische Staaten zählen, berichtet die New York Times.

Militärübung in Iran

Militärübung in der iranischen Provinz Isfahan.

(Foto: Foto: AFP)

Präsident Barack Obama hatte erst in seiner Rede zur Lage der Nation am Mittwoch Teheran erneut mit "Konsequenzen" gedroht, sollte der Iran weiterhin nicht zum Einlenken bereit sein. "Unser erstes Ziel ist, die Iraner abzuschrecken", sagte ein ranghoher Regierungsbeamter.

Zum einen solle durch den beschleunigten Aufbau Teheran von vorneherein von einer Eskalation des Konflikts abgehalten werden, sollte der Westen schärfere Sanktionen verhängen. Zum anderen wolle man verhindern, dass Israel einen militärischen Alleingang gegen den Iran unternimmt.

Den Angaben zufolge wurden Anti-Raketen-Systeme vom Typ Patriot an Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Kuwait geliefert. Der für die Region zuständige US-Oberbefehlshaber General David Petraeus hatte vor wenigen Tagen in einer Rede erläutert, dass die USA zudem nun permanent Aegis-Kreuzer im Persischen Golf patrouillieren ließen.

Die Schiffe sind mit Spezialradar ausgestattet und dazu in der Lage, Mittelstrecken-Raketen abzufangen.

Der Aufbau des Abwehrschildes im Persischen Golf hatte dem Zeitungsbericht zufolge noch unter Obamas Vorgänger George W. Bush begonnen.