Die Talfahrt geht weiter: Die Sozialdemokraten rutschen bei der wöchentlichen Forsa-Umfrage erstmals auf 19 Prozent ab. Auch der neue Parteichef Gabriel kann bei den Wählern nicht punkten.
Der Bundesparteitag mit der Wahl des neuen Vorsitzenden Sigmar Gabriel hat der SPD nicht den erhofften Schub in der Wählergunst beschert. Die Partei ist nach ihrem Parteitag in Dresden in der wöchentlichen Forsa-Umfrage erstmals unter die 20-Prozent-Marke gerutscht.
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Schlechte Zeiten für den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel: Die SPD liegt bei 19 Prozent und ihn wollen auch nur 19 Prozent der deutschen Wähler als Kanzler sehen. (© Foto: AP)
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Im am Mittwoch veröffentlichten "Stern-RTL-Wahltrend", der in der Woche nach dem Parteitag erhoben wurde, sackten die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 19 Prozent ab.
Das ist der niedrigste Wochenwert, den Forsa je für die SPD gemessen hat. Damit liegt die Partei vier Punkte unter ihrem Ergebnis bei der Bundestagswahl vor zwei Monaten, als sie mit 23 Prozent ihr schlechtestes Resultat in der Geschichte der Bundesrepublik einfuhr.
Gabriel noch schlechter als Beck
Trotz seiner umjubelten Antrittsrede auf dem Dresdner Parteitag Mitte November punktet der neue SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel bei den Wählern nicht. Auf die Frage, wen sie direkt zum Kanzler wählen würden, entschieden sich nur 19 Prozent für Gabriel, 60 Prozent zogen Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) vor.
Damit schnitt Gabriel schlechter ab als der ehemalige Parteichef Kurt Beck. Dieser kam zu Beginn seiner Amtszeit im Mai 2006 auf eine Zustimmung von 25 Prozent. Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem Stern, Gabriel habe "für die Menschen noch keine Konturen". Alarmierend für Gabriel sei, dass sich lediglich 15 Prozent der Jüngeren (18- bis 29-Jährige) für ihn entscheiden würden. Und nur 46 Prozent der SPD-Wähler würden ihn zum Kanzler wählen.
Von der Schwäche der SPD profitieren die Grünen, die um einen Punkt auf 13 Prozent stiegen. Die Union legt um einen Punkt auf 37 Prozent zu, die FDP fällt um einen Punkt auf zwölf Prozent. Ungeachtet der Spekulationen um die Zukunft des erkrankten Parteichefs Oskar Lafontaine würden sich wie in den Wochen zuvor zwölf Prozent der Wähler für die Linke entscheiden. Für "sonstige Parteien" würden sieben Prozent der Wähler stimmen.
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(dpa/AP/fvk)
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Mit ihrer standhaften Weigerung, endlich die unsoziale Schroeder-Politik zu revidieren, endlich mehr Demokratie zu wagen und mit der Linkspartei zu koalieren, verurteilt sich die SPD dazu, zwischen CDU und Linkspartei zerrieben zu werden:
Wer für weitere Entlastung der Reichen und Begüterten und für weitere Belastung der nicht-Reichen ist, der wählt das Original CDU (oder FDP oder Grün).
Wer dafür ist, die Reichen stärker zu belasten, damit das Bildungssystem, das Gesundheitssystem, das Rentensystem und das Sozialsystem wieder stabilisiert werden, wählt das Original Linkspartei, die das Sammelbecken der enttäuschten Sozialdemokraten ist.
Aus Angst vor einer erneuten Lügilanti-Medienkampagne macht sich die SPD selbst de facto regierungsunfähig.
Mich erinnert das an die SPD vor 1969: erst als die SPD sich über die ganzen Medienkampagnen gegen die Anerkennung des Status Quo der Teilung und der ehemaligen Ostegebiete hinwegsetzte, mehr Demokratie wagte und mit der damals ähnlich denkenden FDP koalierte, konnte sie unter Willy Brandt und Walter Scheel Regierungsverantwortung übernehmen.
Was haben die Springer-Medien, die Nationalzeitung und die Vertriebenenverbände getobt: Verrat, 5. Kolonne Moskaus, Verzichtspolitik, Letztendlich hat sich Brandts neue Ostpolitik jedoch als Wegbereiter der Wiedervereinigung herausgestellt.
Nur wenn sich die SPD also nun endlich nicht mehr um Lügilanti-Medienkampagnen schert, die Schroeder-Politik revidiert, mehr Demokratie wagt und mit der Linkspartei koaliert, wird sie wieder aus dem Schlamassel herauskommen und regierungsfähig werden.
Die Gegner der SPD werden natürlich weiter versuchen, genau das mit Lügilanti-Kampagnen und SED/PDS/DDR/Stasi/Mauer-Verunglimpfungen gegen die Linkspartei zu verhindern.
Das ist auch legitim: jede politische Richtung hat das Recht, mit allen legalen Mitteln seine Interessen durchzusetzen.
Dies sollte nun auch die SPD endlich tun ! Dann gehts auch wieder aufwärts. Sonst gehts weiter abwärts
und was habe ich in den letzten Jahren für eine bessere SPD getan ?
Sie nicht gewählt !
Die Spitzen der Partei müssen sich die Gegenfrage gefallen lassen, wie sie seit Schröder gutmeinende Mitglieder und Sympathisanten vor den Kopf gestoßen haben mit Hartz IV, Rente mit 67, als aktive Kraft völkerrechtswidriger Kriege, jedesmal und immer wieder.
... ihren Frust abladen, sollten sich fragen, was sie mit ihren "postings" erreichen wollen.
Und was sie in den letzten Jahren für eine bessere SPD getan haben.
wie der Steinmeier bei der ehemaligen Arbeiterpartei noch was zu sagen haben sind 12 % zuviel. Ein Mensch der Unschuldige in Folter lässt und dann bei der SPD noch was zu sagen hat ist diese Partei unwählbar.
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