Basis ohne Ehrgeiz: Nur eine Minderheit der SPD-Wähler wünscht sich einen eigenen Kandidaten für das Präsidentenamt. Die Partei bleibt zudem im Umfragetief.
Die SPD sollte nach Ansicht der meisten Deutschen für eine zweite Amtszeit von Bundespräsident Horst Köhler stimmen. Bei der wöchentlichen Forsa-Umfrage im Auftrag des Hamburger Magazins Stern und des Privatsenders RTL erklärten 58 Prozent der Befragten, die Sozialdemokraten sollten auf einen eigenen Kandidaten verzichten.
Bild vergrößern
Kann auch auf Rückhalt aus der SPD-Basis zählen: Bundespräsident Horst Köhler (© Foto: dpa)
Anzeige
Selbst 57 Prozent der SPD-Anhänger äußerten diese Meinung. Nur 35 Prozent von ihnen hätten gerne einen Gegenkandidaten zu Köhler. Im Mai 2009 endet die erste Amtszeit von Bundespräsident Horst Köhler. In der SPD wird erwogen, erneut Gesine Schwan ins Rennen zu schicken.
Die Präsidentin der Viadrina-Universität in Frankfurt an der Oder war Köhler 2004 knapp unterlegen. Zunächst will die SPD aber die Entscheidung Köhlers über eine zweite Amtszeit abwarten.
Unterdessen kommt die SPD aus ihrem Tief in der Wählergunst nicht heraus. Bei der am Dienstag veröffentlichten Umfrage fiel sie um einen Punkt auf 23 Prozent zurück. Die Linkspartei konnte sich dagegen von zwölf auf 13 Prozent verbessern. Für die FDP wollen weiterhin zwölf Prozent der Wähler stimmen, die Grünen kommen erneut auf elf Prozent.
Die Union liegt mit unverändert 36 Prozent mit großem Abstand vorn. In der Sympathie der Wähler gefallen ist auch SPD-Chef Kurt Beck. Nur elf Prozent der Bürger würden sich für ihn als Kanzler entscheiden - zwei Punkte weniger als in der Vorwoche. Für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) würden dagegen 59 Prozent stimmen.
Für die Umfrage zum Bundespräsidenten hatte Forsa 1.001 Bürger befragt; für die Umfrage zu den Parteipräferenzen 2.001 Personen.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(AP/ihe/gdo)
Jetzt haben wir mal einen Bundespräsidentent, der vom Bundestag abgenickte Gesetze zurückgehen lässt und schon brauchen wir einen Neuen.
Zählt hier das Volk oder die jeweiligen Wahlmänner der Parteien.
Köhler schert sich nicht um Parteipolitik, sondern schreibt den "wie Bundesrichter" bezahlten Abgeordneten noch eine Anleitung zur Demokratie.
Da er also kein "Nickaugust" sondern ein echter Demokrat ist darf er jetzt gehen.
SPD kocht ihren eigenen Schwan, und die CDU ist froh einen Querulanten los zu sein.
Nur schade für Deutschland und das zahlende Volk
dass n-tv eben meldet, dass die SPD ausgerechnet Gesine S. ins Rennen schickt....
Manfred Güllner ist Mitglied der SPD. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Frau Schwan, die sich heute noch als Antikommunistin bezeichnet und die vehement gegen die wichtige Ostpolitik Willy Brandts angestunken hat, in der SPD nicht beliebt ist. Viele SPD-Anhänger werden auf die Frage, wer oder was sie zur SPD getrieben hat, Brandts Ostpolitik nennen. Eine Person, die einen konservativen Polit-Professor geheiratet hat, um bald darauf an derselben Uni zur Professorin zu werden und die vor allem eine extreme Hardliner-Position gegenüber Osteuropa vertrat, verdient auch nicht die Unterstützung der SPD. Da ist Köhler um etliches vernünftiger, zumindest aber wohl "das kleinere Übel".
Dann kann man auch gleich Friede Springer und Angela um ihre Meinung fragen und die für allgemeingültig erklären.
Das sind doch Gefälligkeitsstatistiken eines Herrn Güllner, den keiner mehr ernst nimmt.