Neue Erkenntnisse im Fall Juschtschenko: Der ukrainische Präsident ist im Jahr 2004 absichtlich vergiftet worden - mit reinem Dioxin, das nur aus einem Labor kommen kann.
Fünf Jahre nach der mysteriösen Dioxinvergiftung des damaligen ukrainischen Oppositionsführers und heutigen Präsidenten Viktor Juschtschenko gibt es neue Erkenntnisse über den Giftstoff.
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Mit Dioxin vergiftet: Viktor Juschtschenko. (© Foto: dpa)
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Das Dioxin sei so rein gewesen, dass es definitiv in einem Labor produziert worden sei, heißt es in einer im medizinischen Fachblatt Lancet veröffentlichten Untersuchung. Es handle sich um TCCD, die giftigste Dioxin-Verbindung, die auch in dem von den US-Streitkräften im Vietnamkrieg verwendeten Entlaubungsgift Agent Orange enthalten sei.
Im Labor hergestellt
Maßgeblich beteiligt an der Studie waren die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und die Universitätsklinik Genf. "Wir konnten beim Menschen erstmals Dioxinabbauprodukte identifizieren und diese auch quantifizieren", fasst Empa-Experte Markus Zennegg, der den größten Teil der Analysen durchgeführt hat, das wichtigste Resultat zusammen.
Als Hauptausscheidungsweg ermittelten die Forscher den Verdauungstrakt, was aus Tierversuchen bereits bekannt war. Zudem fanden sie eine massiv verkürzte Halbwertszeit von knapp 16 Monaten statt der bislang bekannten fünf bis zehn Jahre. Die hohe Dosis hatte den Körper offenbar veranlasst, die Produktion der für den Dioxinabbau verantwortlichen Enzyme zu erhöhen.
Offen ist dem Bericht zufolge aber nach wie vor, wo genau die giftige Chemikalie hergestellt wurde und wer hinter dem Giftanschlag auf Juschtschenko steht. Der prowestliche Kandidat war im Wahlkampf 2004 plötzlich schwer erkrankt. Ärzte stellten in seinem Blut und Gewebe Dioxinwerte fest, die 50.000 Mal höher waren als normal. Die Krankheit hatte das Gesicht des Staatschefs vorübergehend schwer entstellt und seinen Magen-Darm-Trakt in Mitleidenschaft gezogen.
Absichtliche Vergiftung
In der Ukraine wird vielfach Russland für die Vergiftung Juschtschenkos verantwortlich gemacht, weil dieser damals als Oppositionskandidat gegen einen von Moskau unterstützten Bewerber antrat. Außerdem gehört Russland zu den wenigen Ländern, die Dioxin nach der Formel produzieren, wie es bei Juschtschenko gefunden wurde.
"Die hohe Dosis an Dioxin in Juschtschenkos Körper zeigt, dass er absichtlich vergiftet wurde", erklärt der Chemiker John Emsley von der Universität Cambridge, der nicht an der Studie beteiligt war. Er glaube nicht, dass jemand wissentlich Dioxin in sich aufnehme, wenn man wisse, welch schrecklichen Auswirkungen es auf die Haut und andere Organe habe.
Für die Untersuchung ließ sich der ukrainische Präsident in Krankenhäusern in Genf und Kiew über drei Jahre mehr als 100 Proben von Blut, Urin, Stuhl, Schweiß, Haut, Hautzysten und Fettgewebe entnehmen, wie die Empa mitteilte. Die Arbeit sei nur dank der Zusammenarbeit mit Juschtschenko möglich gewesen, der auch der Veröffentlichung der Resultate zugestimmt habe.
Dioxine sind extrem giftige Umweltschadstoffe, die nur sehr langsam abgebaut werden. Für Dioxine gibt es keine technische Anwendung. Sie entstehen laut Empa als unerwünschte Nebenprodukte bei Verbrennungsprozessen, beispielsweise bei der Müllverbrennung.
Dioxine verbleiben sehr lange in der Umwelt und gehören zum "dreckigen Dutzend", einer Gruppe langlebiger organischer Schadstoffe wie etwa Pestizide, deren Herstellung und Verwendung 2001 durch ein internationales Abkommen, die Stockholmer Konvention, verboten wurden.
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(AP/liv/vw)
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der ist " unten durch " in der Ukraine , lebt von gerade mal 5 % Zustimmung aus der Bevölkerung, die den Öl-Deal mit der Bush-Administration durchschaut haben und wieder zurück zum weniger korrupten Russland unter Putin wollen .Darum, Ihr investigativen Lohnschreiber , wird der M i t l e i d s f a k t o r , der für eine Wende sorgen soll, nix bringen. Die Ukrainer sind politisch und überhaupt besser gegen Manipulation gerüstet als der Bürger in unserer Bananen_Republik !
am besten wäre es, wenn Jutschenko gleich schmecken würde, dass das Dioxin aus Russland kommt, dann hätte diese Spekulation nicht stattgefunden.
In Agent Orange war Dioxin als Verschmutzung (weil man die Entlaubungsmittel billigst hergestellt hat) genauso wie es die Deutsche Bahn jahrzehntelang auf die Gleise gesprüht hat (mit Dioxinen verschmutzte Herbizide, auch weil es billig war).
Hier geht es, wie zu lesen, um extra hergestellte hochreine Dioxine (keine chemischen Nebenreaktionen) die ursprünglich vielleicht für Analysezwecke hergestellt worden waren, dann aber missbraucht wurden.
dass rivalisierende Clans sich mit Privatfirmen (z. B.des Opfers und Timotschenkos ) um die Vermarktung des Öls streiten und sich gegenseitig der Korruption bezichtigen, wird in diesem hinterhältigen Kommentar nicht erwähnt ! So sieht v i e l f a c h " investigativer Journalismus" aus !.
Polonium 210, hochreines Dioxin, dem Nachrichtendienst der ehemaligen UdSSR ist nichts zu teuer um Andersdenkende umzubringen bzw. schwerstens gesundheitlich zu beschädigen.
Maximale Abschreckung, denn sie kriegen euch auch im Ausland, egal ob England oder Ukraine. In früheren Zeiten hatte man aus guten Gründen Vorkoster, bei diesen Giften hätte auch das ncihts genutzt.
Esst und trinkt nichts von und mit den politischen Schmuddelkindern?
Dann beseitigen sie euch auf eine andere Art und Weise.
Wie war das doch gleich mit den sog. "Schurkenstaaten"?
Paging