Fast 10.000 Euro habe es gekostet, den Dienstwagen von Ulla Schmidt nach Spanien zu fahren, rechnete der Bund der Steuerzahler vor. Das Ministerium kalkuliert anders.
Das Bundesgesundheitsministerium hält den Einsatz des Dienstwagens von Ressortchefin Ulla Schmidt (SPD) in deren Urlaub trotz beträchtlicher Kosten für wirtschaftlich. Die Nutzung des S-Klasse-Mercedes samt Chauffeur habe rund 3200 Euro gekostet, teilte Staatssekretär Klaus Theo Schröder in einem Brief an den Haushaltsausschuss des Bundestages mit.
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Ulla Schmidt ist zurück in Berlin und wurde von einem Pulk Journalisten begrüßt. Hier steigt sie gerade in ihren neuen Dienstwagen. (© Foto: dpa)
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Schmidts Fahrer habe eine "Büromindestausstattung" - bestehend aus Drucker, Computer und Papier - ins spanische Alicante gebracht, weil die Ministerin auch an ihrem Urlaubsort über Entscheidungen informiert werden müsse, heißt es in dem Schreiben, aus dem die Nachrichtenagentur AFP zitiert.
Die Alternative wäre laut Schröder gewesen, dass ein Mitarbeiter zu Beginn und Ende des Urlaubs nach Spanien fliegt, um die Büroausstattung auf- und abzubauen. Gemeinsam mit den Kosten zur Anmietung eines Wagens für Schmidts dienstlichen Termin hätten sich hier aber Kosten von etwa 3710 Euro ergeben. Hinzu komme, dass zu Beginn der Reise noch nicht abzusehen gewesen sei, ob es weitere dienstliche Termine geben könnte.
Anderes Ergebnis als Steuerzahlerbund
Da es sich um einen Leasingwagen handele, müsse bei der Kostenaufstellung nicht der Wertverlust berücksichtigt werden. Der Kraftstoff schlage mit 440 Euro zu Buche, hinzu kämen 240 Euro Mautgebühr. Die Kosten für den Fahrer während der Reise und vor Ort machten demnach 2520 Euro aus. Nach Angaben einer Sprecherin des Ministeriums wurde auch der Bundesrechnungshof über die Kosten des Dienstwagen-Einsatzes informiert.
Schmidt war vorgeworfen worden, der Transfer ihres Dienstwagens nach Spanien sei nicht erforderlich gewesen und habe unnötige Kosten verursacht. Der Bund der Steuerzahler hatte die Kosten Anfang der Woche mit knapp 10.000 Euro berechnet. Allein für die Dienstzeit und Überstunden des Fahrers waren weitere 4872 Euro angesetzt.
Schmidt kündigt Pressekonferenz an
Die Gesundheitsminsterin will sich noch an diesem Mittwoch zu der Frage äußern, ob sie für das Kompetenzteam von SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier zur Verfügung steht, wie AP aus Parteikreisen erfuhr. Steinmeier will das Team, über das heftig spekuliert wird, am morgigen Donnerstag vorstellen.
Die spanische Polizei bestätigte unterdessen, dass der Dienstwagen von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) wieder aufgetaucht ist. Das Auto sei in der Gegend um Valencia von Beamten der Guardia Civil sichergestellt worden, hieß es. Es solle der deutschen Polizei übergeben werden. Weitere Details wurden nicht bekannt.
Die für die Ermittlungen zuständige Nationalpolizei in Alicante bestätigte zudem, dass die Täter bei dem Fahrer der Ministerin in Denia eingebrochen seien. Sie hätten das Gitter einer Terrassentür aufgebrochen, sagte eine Sprecherin. Zuvor hatte die Polizei mitgeteilt, die Diebe seien durch eine unverschlossene Tür in das Haus gelangt. Diese habe einen Spalt weit offengestanden, um zu lüften.
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(AFP/dpa/mati/ihe)
Russland unter Putin
Es ist schon merkwürdig, dass diese "relativ" billige Dienstwagenaffäre für Schmidt viel eher zum Amtsverlust führen könnte, als ihre unglaublich schlechten "Leistungen" als Ministerin.
Aber keine Sorge, Schmidt hat ausgesorgt. Neben einer schönen Pension wird sie bereits von der Pharmaindustrie gesponserte Verträge für Buchveröffentlichungen und Vortragsreisen in der Tasche haben. Da sich das aber nicht beweisen lässt (jedenfalls jetzt nicht), muss halt so eine kleine Affäre herhalten.
Es wäre ja auch ein Treppenwitz, wenn ausgerechnet Schmidt im "Kompetenzteam" von Steinmeier vertreten wäre.
"Da es sich um einen Leasingwagen handele, müsse bei der Kostenaufstellung nicht der Wertverlust berücksichtigt werden."
Wird so bei Frau Schmidt in der Verwaltung gerechnet ? Kein Wunder, dass sie im Gesundheitswesen eine solche miserable Bilanz hinlegt und als Erfolg darstellt. Sie lügt nicht, sie weiß es nicht besser. Ein gemietetes Objekt kostet bei Frau Schmidt also nichts, da kann man es ja unbegrenzt benutzen, rund ums Nord-Kap über Gibraltar, die Alicante und zurück.
Da wollen wir mal ganz fix und überschlägig rechnen: Ein gepanzertes S-Klasse-Fahrzeug, gemietet ( Neu-Deutsch: geleased ), mag zwar keine zusätzlichen Kapitalbindungs-Kosten verursachen, keine sogenannte inkrementalen Kapital- Kosten, aber der entsprechende Teil ist der Nutzung durch Frau Schmidt durchaus zuzurechnen ( Vollkostenkalkulation). Die gefahrenen Kilometer, jedoch, kosten sehr wohl etwas. Das Fahrzeug ist nämlich auf eine bestimmte Nutzung während der Laufzeit des "Finance-Lesing"-Vertrages hin kalkuliert, schon wegen des Verschleisses, der Reparaturkosten, des Restwertes bei Auslauf des Vertrages. Und deshalb kostet jeder gefahrene Mehrkilometer auch Geld; Minderkilomerter werden vergütet. Und beim Leasing eines Nachfolgefahrzeuges werden Kalkulationsfehler der Vorgängerkalkulation wohl ausgeglichen, so dass das Nachfolge-Fahrzeug mit realitätsnahen Parametern kalkuliert wird. Also, der Mieter zahlt immer die Vollkosten. Ein solches Fahrzeug wird wohl kaum mit einer sog. geschlossenen Kalkulation bereitsgestellt worden sein. Die Verbrauchskosten sind dabei noch ganz außen vor !
Aber so ist es eben wenn man engagierten Laien eines der komplexesten Themen in die Hand gibt, das Gesundheitswesen nämlich. Laien mit einer Ausbildung als Sonderschullehrer, mit Engangement bei der Arbeiterwohlfahrt und anderen vergleichbaren Qualifikationen mehr, als Eintrittsvoraussetzung für ein Ministeramt. Und das zeigt sich eben auf unter(st)em Denk-Niveau bei der Behandlung von quer durch Europa gefahrenen Leasingfahrzeugen.
Falls hier ein Minister mal mitliest.
Für 2000 fliege ich auch nach Spanien und schließe Drucker an.......
Es tut mir leid,dass Du nur in 1 Stern Hotel absteigst,auch scheinst Du nicht viel von moderner Kommunikation zu verstehen. Spionage kann man ueberall treiben egal wie,ich denke die Frau Ministerin hat in der Zeit in Spanien nicht wirklich Vetrauliches getan. Uebrigens ich glaube,Du bist in den Niederlanden zu viel im Coffeshop gewesen,dashalb siehst Du alles etwas vernebelt. Ps. Nachtrag: Du bist bestimmt einer von denen,die auch glauben das man solch eine Strecke mit 500 Euro zuruecklegen kann.
In welcher Spelunke arbeiten Sie denn? Das sind ja üble Zustände bei Ihnen. Am schlimmsten finde ich ja, dass Sie geschäftliches am Hotel PC erledigen müssen. Da hat der Werksspion gut lachen...
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