Das Reglement für die Wahl des Blair-Nachfolgers ist umfangreich und nicht leicht zu verstehen. Der britische Finanzminister Brown gilt zwar als Favorit im Kampf um die Spitze von Regierung und Labour-Partei. Tatsächlich aber wird es Wochen dauern, bis die Partei ihre Entscheidung gefällt hat.
Bis ein Nachfolger für den britischen Premierminister Tony Blair gefunden ist, werden Wochen vergehen. Im Folgenden ein Überblick über das komplexe Verfahren, in dem die Labour-Partei ihre Entscheidung fällt.
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1. Woche Nach Blairs Rücktritt als Labour-Chef kommt der Parteivorstand binnen drei Tagen zusammen. Er entscheidet über den Starttermin des Verfahrens. Bewerber brauchen die Unterstützung von 45 Abgeordneten, die sie innerhalb von drei Sitzungstagen des Parlaments zusammenbekommen müssen. Ihre eigene Stimme kann dabei mitzählen. Im Anschluss wird eine Liste der Kandidaten erstellt.
Dasselbe Verfahren gilt für den Vize des Parteichefs. Es wird erwartet, dass auch dieser Posten neu besetzt wird.
2. bis 4. Woche Die Kandidaten sammeln die Unterstützung von Abgeordneten, Gewerkschaftsvertretern sowie Gruppen an der Parteibasis. Dies ergibt einen ersten Eindruck, wie groß ihre Anhängerschaft ist.
In dieser Zeit sprechen die Gewerkschaftsführer sprechen Empfehlungen aus. Außerdem stellen sich die Kandidaten bei Parteikonferenzen vor.
Bei der Suche nach dem Nachfolger Blairs wird es davon voraussichtlich fünf geben: je eine in Schottland und Wales sowie drei in England.
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