Unfassbare Grausamkeit im Auftrag Gottes: Mit seiner nun im Kongo aktiven Lord's Resistance Army entführt Joseph Kony Kinder, macht sie zu Soldaten oder hackt ihnen Körperteile ab.
Gäbe es nicht diese Fotos aus dem Jahr 2006 und wäre er damals nicht mit einem UN-Vertreter zusammengetroffen, dann könnte man leicht glauben, Joseph Kony sei ein Phantom.
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Joseph Kony (© Foto: dpa)
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Seit mehr als zwei Jahrzehnten wütet er mit seiner Mördertruppe im Norden Ugandas, im Süden des Sudan und nun auch im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo.
Allein in den Wochen zwischen Weihnachten und Ende Januar hat seine hauptsächlich aus entführten Kindern bestehende Miliz Lord's Resistance Army an die 1000 Zivilisten im Kongo getötet.
Sie verbrannte die Menschen bei lebendigem Leibe, zerhackte ihnen mit Äxten die Köpfe oder schlug ihnen mit Macheten Arme, Beine, Ohren, Nasen oder Lippen ab.
Mehr als 100.000 Menschen kamen so schon zu Tode, mehr als eine Million wurden vertrieben, und auch wenn Kony mit einem internationalen Haftbefehl aus Den Haag gesucht wird, niemand konnte ihn bisher fassen. Die ugandische Armee besaß bis Anfang 2000 nicht einmal ein Foto des Kriegsverbrechers.
Es gibt in Afrika, dem Kontinent ungezählter Milizen, wohl kaum eine bizarrere Figur als Kony. Man kann ihn ohne Übertreibung als wahnsinnig bezeichnen, denn er behauptet von sich, im Auftrag Gottes zu handeln, übersinnliche Kräfte zu besitzen und eine Regierung der Zehn Gebote in Uganda einführen zu wollen.
Mehrere zehntausend Jungen und Mädchen hat seine Widerstandsarmee des Herrn schon entführt und sie zu Kindersoldaten und Sexsklaven gemacht. Und wenn man Kinder und Jugendliche trifft, die mit Kony kämpfen mussten und schließlich fliehen konnten, dann kann man erahnen, welch grausames Regiment er führt.
In der nordugandischen Stadt Gulu haben sich zahlreiche Hilfsorganisationen niedergelassen, die die ehemaligen Kindersoldaten betreuen. Und diese erzählen alle von den mörderischen Raubzügen, zu denen sie gezwungen wurden, von Männern und Frauen, die von 20, 30 Kindern zu Tode getrampelt werden mussten, von Jungen, die erschossen wurden, weil sie die Beute ins Wasser fallen ließen, oder von den Zwangshochzeiten, die nichts anderes bedeuteten, als dass Mädchen im Alter von sieben, acht oder neun Jahren von den wenigen erwachsenen Anführern vergewaltigt wurden.
Diese Kriegsverbrechen erreichen aber nur selten die internationalen Nachrichten. Selbst über besonders grausame Morde wird meist nur in ostafrikanischen Zeitungen berichtet. Zum Beispiel, als 45 entführte Kinder von Konys Milizionären aneinandergekettet und in den Fluss Moroto geworfen wurden, um die Wassertiefe zu testen. Sie alle ertranken.
Für regionales Entsetzen sorgte auch der Überfall auf ein Dorf, bei dem den Opfern Hände und Köpfe abgehackt und diese Körperteile anschließend gekocht wurden. Die Überlebenden mussten dann davon essen und trinken.
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Dem kann ich michr nur anschließen, diese grausamen Taten, die immer noch tagtäglich in Afrika von den selbsternannten Befreiern verübt werden, finden hier leider so gut wie keine Beachtung...den Mneschen dort geht es wirklich dreckig und meistens haben sie nur die "Wahl" zwischen Pest und Cholera, ein Diktator ersetzt den anderen, einer ist grausamer als als der andere...
Es ist traurig, in einem Land zu leben, in dem die Medien auf Titelseiten täglich über Affären völlig unbedeutender, gernegroßer Playboys und -girls berichten, aber über solche Skandale hinwegsehen.
Auch unsere "Weltpolitiker" aus dem Bundestag sollten sich einmal um Beseitigung solcher Mißstände bemühen statt sich bei ungezählten Dienstreisen in ferne Länder bejubeln zu lassen. Sie dienen meist nur eigenem Ansehen, allenfalls der Belebung unserer Wirtschaft. Wo bleiben die Menschenrechte?
Echt Schade, dass die "Weltpolizei", die USA kein Gled mehr für Befreiungen niedrieger Völker ( Krieg ) haben. Kann auch daran liegen, dass viele afrikanische Staaten ihre Rohstoffe nicht an die USA abdrücken wollen.
Es ist eine Schande für die UNO, dass man dort noch nicht für Ruhe gesorgt hat.
Hauptsache das Lieferverhältnis passt:
5 Kisten alte Bundeswehr-Gewehre : 1 Kiste Nahrungsmittel.
Geld regiert die Welt...
dass der Bürgerkrieg im Kongo mit inzwischen fast fünf Millionen (!) Toten gerademal gute 20 Kommentare provoziert - während aus Empörung über das Berliner "Emily-Urteil" hunderte Beiträge verfasst wurden, beim Gaza-Feldzug waren es zig tausende.
Und von den hiesigen 20 Kommentaren beschäftigt sich die eine Hälfte mit dem vermeintlichen Bezug zum Christentum wegen dem "Lord" in der Resistance Army (welch absurder Gedanke!) und die andere Hälfte mit der historischen Schuld der Sklavenhändlernationen (wie kommt man darauf, dass dies naheligend wäre?).
Wow.
Wirklich imposant Ihr Kommentar, angesichts eines Artikels über einen barbarischen Schlächter, der unter den Augen der Welt mit seinem marodierenden Mob den halben Kongo verwüstet, unzählige Menschen auf grausamste Art tötet und für die panische Flucht von hunderttausenden verantwortlich ist. Und er einzige Schluß zu dem Sie kommen, ist die Anwendung des Begriffs "wahnsinnig" als "billige Stimmungsmache" gegen psychisch Erkrankte ... Volltreffer!
Paging