Einlassung eines treuen Knappen: Mit der Ankündigung, Merkel werde mindestens bis 2017 regieren, ruft Fraktionschef Kauder die Kanzlerin ohne Absprache erneut zur Unions-Kandidatin aus. Doch gut gemeint bedeutet in Berlin nicht unbedingt gut gemacht.
Den Rekord hält Gerhard Schröder. Im August 2003, also nicht einmal ein Jahr nach dem knappen Sieg gegen Edmund Stoiber, verkündete er bereits, drei Jahre später wieder als Kanzlerkandidat der SPD antreten zu wollen. Außenminister Joschka Fischer von den Grünen verhaftete Schröder gleich mit. Der wäre zwar lieber nach Brüssel zur Europäischen Union gegangen, was aber zu einem schnellen Ende der rot-grünen Koalition geführt hätte. Deshalb schworen sich zwei Männer die Treue - Schluss war trotzdem vorzeitig: Zum ursprünglich geplanten Wahltermin 2006 saß die SPD schon ein Jahr lang in der großen Koalition. Ohne Schröder.
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Die Kanzlerin und ihr treuer Knappe: Merkel (links) und CDU-Fraktionschef Volker Kauder im Gespröch (Archivbild vom September 2010). Jetzt hat Kauder die Kanzlerin erneut zur Unions-Kandidatin ausgerufen. (© REUTERS)
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Diese historische Erfahrung mag Volker Kauder zur Vorsicht gemahnt haben, weshalb er nun erst zweieinhalb Jahre vor der nächsten Bundestagswahl Angela Merkel wieder zur Unions-Kandidatin ausrief. Auf die Frage, was nach Merkel komme, antwortete der Fraktionschef der Union in der Bild-Zeitung: "Über die Frage brauchen wir nicht zu diskutieren." Merkel werde 2013 erneut antreten - "und nach einem Erfolg für weitere vier Jahre Kanzlerin sein", sagte Kauder. "Alles Weitere klärt sich dann."
Fairerweise muss man sagen: Eine Bestätigung dafür, dass auch Merkel selbst plant, 2013 wieder anzutreten, war am Montag weder in der CDU noch in Regierungskreisen zu erhalten. Die Wahrscheinlichkeit wurde zwar als hoch bezeichnet; Kauders Festlegung sei aber nicht mit Merkel abgesprochen gewesen, hieß es sowohl in der Umgebung des Fraktionschefs wie auch der Kanzlerin.
Die Vorstellung, Merkel regiere das Land oder führe die CDU fortwährend mit Interviews, die sie in Auftrag gegeben habe oder deren Inhalt sie zumindest vorher kenne, entspreche nicht den Tatsachen, hieß es. Zuletzt stand Merkel im Verdacht, ein Interview von Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) initiiert zu haben, in dem sich die Ministerin kritisch mit dem damals noch amtierenden Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg auseinandergesetzt hatte.
Volker Kauder gilt unter Merkels Knappen als einer der treuesten. Man darf deshalb annehmen, dass er seine Einlassung gut gemeint hat, was bekanntlich nicht immer mit gut gemacht gleichzusetzen ist. Die komplizierten und bisweilen auch hysterischen Gesetzmäßigkeiten der Berliner Politik bringen es vielmehr mit sich, dass das Aussprechen von Selbstverständlichkeiten sogleich als deren Infragestellung interpretiert wird.
Im vorliegenden Fall also könnte manch ein Parteigänger der CDU nun durchaus auf die Idee kommen, Kauder sei sich eben gerade nicht mehr sicher, ob eine Kanzlerin wirklich noch sechseinhalb Jahre vor sich hat, die in der Guttenberg-Affäre selbst Schaden nahm und eine Landtagswahl mit ungewissem Ausgang im CDU-Stammland Baden-Württemberg zu fürchten hat. Zudem hat Kauder seine Kandidatinnenkür schlecht vorbereitet: Niemand fand sich am Montag, um begleitend Hosianna zu rufen. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe zum Beispiel feierte stattdessen Karneval in seiner Heimatstadt Neuss.
Merkel wäre 2017 insgesamt zwölf Jahre im Amt, zwei Jahre weniger als Konrad Adenauer. Ursula von der Leyen aber, um ein willkürliches Beispiel einer möglichen Nachfolgerin zu wählen, ginge dann bereits stramm auf die 60 zu. Zum Vergleich: Sie wäre dann schon vier Jahre älter als Wolfgang Schäuble 1998. Damals eröffnete ihm Helmut Kohl nach 16 Jahren Kanzlerschaft, dass er nochmals antreten werde.
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(SZ vom 08.03.2011/aho)
Ich habe kürzlich im Forum als Avatar eines Foristen die Titelseite eines interessanten Buches entdeckt: " Die Dilletanten". Darin findet man eine erkleckliche Anzahl unserer Politiker, die eines gemeinsam haben, die totale Inkompetenz für die Position, die sie in der Politik innehaben. Daran ändert auch die Tatsache nichts, daß sie teilweise schon seit Jahrzehnten im Bundestag sitzen.
Das Einzige, das sie beweisen ist, daß sie weit ab vom Leben sind, keine Ahnung haben, was draußen vorgeht.
Warum sollte gerade die Frau oder der Mann an der Spitze dieser versammelten Inkompetenz gerade durch das Gegenteil glänzen?
Und das Volk tritt zurück!!!
Hat man die Wahl oder nicht,dass ist da die Frage. Die grosse Kanzlerin sollte aus den Fehler von Helmut Kohl gelernt haben und auf eine Wiederwahl freiwillig verzichten. Ein Zuviel ist ein mal zuviel,ob der Waehler der Union diese Frau nochmals als Kanzlerin haben will ? Da gibt es mehr als nur Zweifel,die heutige Zeit ist sehr komplex geworden,da braucht man nach gewisser Zeit schon einen Wechsel an der Spitze. Neue Koepfe braucht das Land,dass gillt fuer alle Parteien gleich wohl.
Selbst die konservativen können nicht so dumm sein dieses Es aus der Zwischenwelt erneut zu wählen!Es sei denn sie wollen die EU alleine finanzieren! Ha Ha ha
Ja ja der Kauder wessen Brot ich esse dessen Lied ich singe er merkt gar nicht das er auch nur benutzt wird.
Kauder wird immer Fraktionschef (Schuhputzer bleiben)
Wollen wir nur hoffen, das diese Prophezeiung Merkel regiert bis 2017 nur ein Wunschdenken eines verirrten Jüngers von Merkel ist.
Das wäre die Apokalypse der Supergau!!
Paging