Was Politiker von CDU und CSU alles anstellen, um in Verhandlungen mit der SPD ihren Katalog der Zumutungen durchzusetzen.
Der Trick ist nichts ganz neu, funktioniert aber immer wieder: Politiker der einen Partei fordern etwas. Politiker der anderen Partei erinnern daran, dass jene ersten Politiker vor Jahren das genaue Gegenteil gefordert hätten.
Spricht sich gegen die Verlängerung des Arbeitslosengelds I aus: CDU-Fraktionsgeschäftsführer Norbert Röttgen (© Foto: ddp (Archivbild))
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In der aktuellen Debatte um das Arbeitslosengeld I hat dieses Problem derzeit auch SPD-Chef Kurt Beck. Der fand die Idee, das Arbeitslosengeld I für Ältere länger auszuzahlen, vor einem Jahr überhaupt nicht gut. Heute will er mit dem Vorschlag die SPD retten.
Doch die Lage ist auch für die Union nicht einfach. Wie verzwickt sie ist, zeigen die unterschiedlichen Äußerungen führender Unionspolitiker in dieser Sache. Fraktionschef Volker Kauder soll nach Informationen des Kölner Stadtanzeigers bereit sein, die Verlängerung des Arbeitslosengeldes I mitzutragen. Im Fraktionsvorstand soll er erklärt haben, seine Fraktion werde "mitmachen", sollte die SPD das wollen.
In der CSU gibt es sogar ein Votum des Parteivorstandes für Änderungen am Arbeitslosengeld I. Sowohl Ministerpräsident Günther Beckstein als auch Parteichef Erwin Huber und sein Vize, Verbraucherminister Horst Seehofer, zeigten sich nicht abgeneigt.
Das muss zunächst nicht überraschen. Auf ihrem Dresdener Parteitag vor einem Jahr hat die CDU genau das beschlossen. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hatte damals einen Antrag durchgesetzt, nachdem die Auszahlung des Arbeitslosengeldes I an die Beitragsjahre gekoppelt werden soll. Ältere Arbeitnehmer sollte bis zu 24 Monate lang Arbeitslosengeld I bekommen. Diese Zahl vertritt heute auch Beck.
Einige in der Union aber wollen davon offenbar nichts mehr wissen. Gestern erklärte Fraktionsgeschäftsführer Norbert Röttgen, eigentlich Kauders rechte Hand, die SPD verändere mit Ihrem Vorschlag die "Geschäftsgrundlage der Koalition". Das Satz birgt einigen Sprengstoff. In der Regel werden Geschäftsbeziehungen aufgelöst oder wenigstens neu verhandelt, wenn ein Partner die Grundlage einseitig verändert.
Genau das aber wirft Röttgen dem Partner SPD vor. Dass die Beschlusslage der CDU dem SPD-Vorhaben ziemlich nahekommt, ficht ihn nicht an. Der Unterschied sei, dass die SPD damit ihre Programmatik verändere, sagte Röttgen. Für die CDU aber sei es immer eine Sachfrage gewesen. Verstanden hat diese Differenzierung vermutlich niemand.
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Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
Russland unter Putin
Muss man da Mitglied der CDU sein?
In welcher Abteilung der CDU wird man am Aufschwung beteiligt?
Ich würde gern etwas vom Aufschwung sehen, aber vorweisen konnten sie bisher nur Statistiken sichtbar im Volk sind - Suppenküchen - Suppenküchen....
Walter Wasilewski
...zumindest bis 2009. Und dann wird das Land weiterhin vor die Wand gefahren, egal, ob in einer gK oder mit nur einer "normalen" Koalition vor dem Steuer. Weil, wenn die Kameras aus und die Journalisten zuhaus sind, herrscht doch eine große Einigkeit: "Hauptsache, wir sind fett drin, bleiben sitzen und müssen auch nicht so schnell wieder raus" (O. Waalkes, in den 1970ern).
Neoliberalsoßige Eintracht, wohin man nur blickt.
Vorab: die Harz IV-Gesetzgebung verzeihe ich den Sozialdemokraten nie! Sie ist nicht nur im schlimmsten Sinn neoliberal, sondern menschenverachtend, infam, respektlos und heuchlerisch. Es gibt noch vielmehr Attribute mit denen man diese Gesetzgebung belegen kann, aber ich wil auch nicht mehr langweilen,als unbedingt nötig!? Zur Sache: dass jetzt ein Sozialdemokrat hingeht und versucht an einem mutmaßlich öffentlichkeitswirksamen Symptom dieser "Reform" Auswüchse zu revidieren, ist im Grunde zwar löblich (warum sollte nicht auch ein alter SPDler die Chance haben vom Baum der Erkenntnis zu nippen?), entlarvt sich aber gleich selbst wieder als Placebo. Denn natürlich weiß auch Herr Beck, dass z.B.die "Vermögensanrechnung" viel gravierendere Konsequenzen bedeutet in Hinblick auf den freien Fall ins soziale Abseits. Aber er weiß natürlich auch, dass das ein für ihn und seine selbstgerechten sozialdemokratischen "Mittäter" ein viel zu heisses Eisen ist. Und natürlich will er den staatlich legitimierten Absturz nicht grundsätzlich in Frage stellen. Es sonnt sich doch so schön im "Erfolg". Und vielleicht, ja ganz vielleicht fällt ja bei der nächsten Wahl auch ein ganz klein wenig Glanz des medial wirksam publizierten wirtschaftlichen Erfolgs auf die "alte Tante SPD"! Und vielleicht fällt es dann ja auch nicht mehr ganz so auf, wenn das "Prekariat" auf der Strecke bleibt, wenn z.B. das über Jahrzenhte postulierte Vorhaben der "Chancengerechtigkeit- und gleichheit" heimlich still und leise nicht mehr länger Gültigkeit hat u.s.w., u.s.w. ! Es ist wirklich schade, aber mir fällt im Zusammenhang mit der SPD von Beck und "Konsorten" immer wieder ein: "Wer hat uns verraten?..."
am rednerpult und erzählt dem volke das parteiräson vor allgemeinwohl kommt.fehlt nur noch das münte uns allen sagt:"ich liebe euch doch alle"
mielke konnte nach diesem satz die koffer packen, aber die heutigen obersozis halten sich für die grössten.
solange dem elitären gesocks alles nachgetragen wird ändert sich nichts.
Das die Parteien manchmal einfach nicht in die Schublade wollen, wo man sie als Journalist seit Jahrzehnten drin hatte.
Ja, Herr Denkler, Journalisten haben es immer schwerer. Ach waren das früher noch Zeiten.......................
Haben Sie schon einmal über Vorruhestand nachgedacht?
Paging