Die Prozession der Pilger Trubel, Trauer, Tränen
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Rom erweckt den Eindruck, als würden Heiliges Jahr, Weltjugendtag und Fußballweltmeisterschaft gemeinsam veranstaltet. Die Pilger nehmen einiges auf sich - wie der Amerikaner Matt Mansella, der schließlich barfuß im Petersdom ankam.
"Schau dir diese Schuhe an", flüstert Matt Mansella und wischt sich eine Träne aus dem Augenwinkel: "Diese Schuhe sagen doch schon fast alles".
Der Mann mit der braunen Lederjacke, der eigens aus New York nach Rom gereist ist, sitzt im Petersdom, und dabei weint er, vor Freude und vor Traurigkeit.
Nur ein paar Meter von ihm entfernt ist der Leichnam des Papstes zu sehen: Im roten Talar, mit Mitra, Stola und gefalteten Händen - bloß die Schuhe scheinen nicht recht dazu zu passen.
"Johannes Paul war einer von uns"
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Es sind nicht die edlen Pantoffeln, die man seinen verstorbenen Vorgängern angezogen hatte, wenn sie aufgebahrt wurden. Es sind schlichte braune Slipper von jener Art, wie sie Johannes Paul II. sein ganzes Papstleben lang trug: Mit solchen Schuhen reiste Karol Wojtyla einst um die Welt, kletterte im Urlaub die Berge hinauf, ja, er trug die Slipper sogar, wenn er Messen zelebrierte.
"Allein an diesen Schuhen siehst du es: Johannes Paul war einer von uns", sagt Mansella, und schon wieder kommen ihm die Tränen.
Der Amerikaner ist einer von vielleicht einer Million Menschen, die im Laufe des Dienstags in die Peterskirche pilgern, um noch einmal einen Blick auf den Papst zu werfen.
Ein wenig Geld von mildtätigen Leuten
Mansella hat für diesen Blick einen weiten Weg zurück gelegt, und deshalb trägt er selber keine Schuhe. Dafür sind seine Zehen mit weißen Mullbinden umwickelt: Mansella hat sich die Füße wund gelaufen, nur um den Papst zu sehen.