Mit 2900 Mitgliedern, 200.000 Euro Budget und 21.000 Plakatständern zieht die Linke in den Wahlkampf - und ist sich des Sprungs in den Landtag sicher.
CSU-Chef Erwin Huber wird den Kreuzzug, den er gegen die Linke angekündigt hat, wohl über die Landtagswahl hinaus führen müssen. Seine politischen Gegner zumindest geben sich kämpferisch.
Bild vergrößern
Haben die Kampagne der Linken zur bayerischen Landtagswahl am Freitag in München vorgestellt: Xaver Merk, Eva Bulling-Schroeter und Anny Heike (von links) (© Foto: ddp)
Anzeige
Auch dank der erbitterten Anti-Links-Kampagne der CSU rechnet die Linke in Bayern mit einem Einzug in den Landtag. "Wir sind sehr optimistisch, und ich denke, wir werden es schaffen", sagte die Linke-Landesvorsitzende Eva Bulling-Schröter am Freitag in München.
Sie kündigte eine "anständige Opposition in Bayern" an - dabei wolle man vor allem auf soziale Gerechtigkeit achten. In Umfragen lag die Linke zuletzt bei vier bis fünf Prozent. Damit könnte die Partei, die erstmals bei einer Landtagswahl in Bayern antritt, die Hürde nehmen.
In den verbleibenden vier Wochen bis zur Wahl will die Linke, die nach eigenen Angaben ein Wahlkampfbudget von 200.000 Euro zur Verfügung hat, unter anderem mit 250 Großflächenplakaten um Stimmen werben. Insgesamt stellt die Linke bayernweit 21.000 Plakatständer auf. Zum Vergleich: Die CSU will allein aus Landesparteimitteln 5,8 Millionen Euro ausgeben.
Auf den Plakaten, die die Parteispitze am Freitag in München vorstellte, ist "Original sozial!" oder "Wählt links!" zu lesen. Man wolle auf Themen setzen, nicht auf Personen, betonte die mittelfränkische Spitzenkandidatin Anny Heike. Dies geschehe auch notgedrungen, räumte Heike ein: "Sie kennen mich ja alle auch gar nicht." Allerdings wollen in der Endphase des Wahlkampfs sowohl Parteichef Oskar Lafontaine als auch Bundestagsfraktionschef Gregor Gysi zu Kundgebungen anreisen. Auch die bekennende Kommunistin und Linke-Europaabgeordnete Sahra Wagenknecht will im Freistaat um Stimmen für die Partei werben.
Die Linke in Bayern hat nach eigenen Angaben derzeit rund 2900 Mitglieder, etwa doppelt so viele wie vor einem Jahr. "Und es werden täglich mehr", sagte Bulling-Schröter. Der Spitzenkandidat in Schwaben, Xaver Merk, berichtete, er habe 29 Jahre lang für die SPD gekämpft. Dann allerdings habe er sich eine neue Plattform suchen müssen. Soziale Gerechtigkeit müsse wieder zur Richtschnur für die Politik in Bayern werden, verlangte er. Darüber hinaus sagte Merk, er hoffe darauf, dass die gegenwärtigen "Animositäten" gegen die Linke nach einem Einzug in den Landtag endlich ein Ende hätten.
Über die pikante Wahlkampfparole von CSU-Chef Huber ist die Linke allerdings nicht unglücklich. In Wirklichkeit, sagte Bulling-Schröter, betreibe die CSU damit Wahlkampf für ihre Partei. "Wir freuen uns darüber."
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(dpa/ddp/vb/cag)
die mwst. zahlt auch derjenige, der nur kapitaleinkommen hat.
der unterschied zur alten regelung war die, dass das kapitaleinkommen (wertpapiere) nach einem jahr steuerfrei war. grund: schließlich handelt es um schon versteuertes einkommen (netto). jetzt muss man immer versteuern - das jedoch zu einem geringeren steuersatz i.h.v 25%.
j.
Noch nie seit Kriegsende mussten auf Kapitalerträge so wenig Steuern bezahlt werden wie ab dem 01.01.2009. Jemand der 100.000,-- EUR Zinseinkünfte pro Jahr erhält zahlt 25% Abgeltungssteuer, verbleiben 75.000,00, fertig.
Der Arbeitnehmer mit 100.000 / Einkommen pro Jahr zahlt ESt + Soli ca. 36%. Weiter werden ihm abgezogen 13.230,00 AN Anteil Sozialvers. Beträgen. Es verbleiben ihm 50.770,00.
Daneben wird die breite Schicht der Bevölkerung in die weiteren Abgabenmühlen MwSt, Öko -und Energiesteuern zerrieben. Keine andere Partei als die Linken ist bereit diese Ungerechtigkeiten zu beenden bzw. rückgängig zu machen.
Ich bin mir sicher, dass die Linken in den Landtag ziehen werden, weil sie die beste Familienpolitik versprechen.
.