Die neue grüne Fraktion wählt Renate Künast und Jürgen Trittin an ihre Spitze. Ihr Ziel: nicht weniger als die Meinungsführerschaft in der Opposition.
Renate Künast und Jürgen Trittin führen die Grünen-Fraktion im Bundestag. Die neue Fraktion wählte die Spitzenkandidaten des zurückliegenden Wahlkampfs erwartungsgemäß an ihre Spitze. Künast erhielt 79,1 Prozent der Stimmen, Trittin 91,0 Prozent, wie ein Fraktionssprecher mitteilte.
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Jürgen Trittin und Renate Künast bilden künftig die Fraktionsspitze der Grünen. (© Archivfoto: dpa)
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Die Grünen wollten sich als Gegenmodell zu Schwarz-Gelb profilieren. Trittin sagte: "Wir wollen in den nächsten vier Jahren Grundlagen dafür legen, dass Schwarz-Gelb im Jahr 2013 in diesem Lande keine Mehrheit mehr hat." Die Grünen seien in der Lage, konzeptionelle Antworten zu geben. Den Anfang werde ein Antrag für einen Untersuchungsausschuss zum Atommülllager Gorleben machen.
Künast, die sich zufrieden mit ihrem Wahlergebnis zeigte, kündigte mit Blick auf die Fraktionsarbeit an: "Es geht um nicht mehr und nicht weniger, als um die Meinungsführerschaft in der Opposition."
Künasts bisheriger Stellvertreter Trittin erhielt 91,0 Prozent der Stimmen und übernimmt damit den Posten vom bisherigem Ko-Fraktionsvorsitzenden Fritz Kuhn. Bei der konstituierenden Sitzung der Fraktion wurde zudem Volker Beck als Parlamentarischer Geschäftsführer mit 83,8 Prozent wiedergewählt. Katrin Göring-Eckardt wurde mit 82,4 Prozent als Kandidatin für den Posten der Bundestagsvizepräsidentin nominiert.
Die Partei hatte mit 10,7 Prozent der Stimmen ihr bisher bestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl erzielt und 17 Mandate hinzugewonnen. Die Grünen verpassten aber das im Wahlkampf ausgegebene Ziel, hinter Union und SPD drittstärkste Kraft zu werden.
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(dpa/AFP/jab)
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Mit diesen Leuten lässt sich keine Wahl gewinnen - leider!